Mrz17

Am Freitag 20. März 2015 können wir eine partielle Sonnenfinsternis und den lang ersehnten Frühlingsanfang erleben! Zwar ist es keine totale Sonnenfinsternis, die Verdunklung beträgt in der Region doch ca. 70%;  die Abdunklung wird gut sichtbar sein. Für ein totales Erlebnis jedoch buche man doch gleich eine Reise auf die Färöer-Inseln!

partielle-sonnenfinsternis-2015       PSF2015Mar

Links: partielle Sonnenfinsternis, Bild: Elisabeth Faber; rechts: Animation der Sonnenfinsternis: A. T. Sinclair, Wikimedia Commons

Es ist für die nächsten 10 Jahre die Sonnenfinsternis mit der grössten Abdeckung, die wir hierzulande erleben können und laut Wetterprognose haben wir gute Chancen, das Phänomen auch live zu geniessen, wohl gemerkt mit der richtigen Ausrüstung!

Ort Anfang Maximum Ende Grösse Bedeckung
Zürich 9:26:10
H 27°
10:34:12
H 36°
11:46:00
H 41°
0.749 69.4%
H = Höhe der Sonne über dem Horizont

 

In der Abbildung unten wird deutlich, dass Sonne, Mond und Erde in einer Linie stehen müssen, damit es auf der Erde zu einer Sonnenfinsternis kommt. Der Mond steht dabei so, dass er sich an einem bestimmten Fleck der Erde dazwischen schiebt.

astronomie07g
©gemeinfrei

Und hier noch eine kleine Anleitung: Stets wird der Mond von Westen (rechts) nach Osten (links) durch die Sonnenscheibe wandern. Bis zum Maximum der Verdunklung schneidet er von oben her ein nach Beobachtungsort unterschiedlich grosses Segment aus. Sofern man mit einem entsprechend geschützten Fernglas oder Teleskop beobachtet, sollte man auf Sonnenflecken, die vom Mond “verschluckt” und später wieder “freigegeben” werden, achten. Das Profil des Mondrandes mit seinen Bergen und Tälern entdeckt man jedoch erst mit einem grösseren Teleskop.
Man braucht sich auch nicht auf die Betrachtung mit einer Sonnenfinsternis-Brille zu beschränken; nahezu alle Volkssternwarten und astronomischen Vereine werden zu dieser eindrucksvollen Sonnenfinsternis öffentliche Beobachtungen anbieten, so z.B. die Urania Sternwarte in Zürich.

Viel Spass im Open-Air Labor unseres Sonnensystems!

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Feb03

Einen funkelnden Schatz im All, ein Planet doppelt so gross wie die Erde haben Forscher der Uni Yale gefunden. Im Sternbild Krebs (Cancri) umkreist 40 Lichtjahre von der Erde entfernt ein Planet seine Sonne. Es ist der innerste von insgesamt fünf Planeten der zum  sonnenähnlichen Stern 55 Cancri gehört und der mit bloßem Auge am Nachthimmel zu erkennen ist.

Die eigentliche Sensation, 55 Cancri e besteht grösstenteils aus echten Diamanten.

planet55Cancrie     sky-map_diamond-planet

Grafik: Haven Giguere / Yale Uni                                    Foto: Yale Uni / Nikku Madhusudhan

Die ganze Oberfläche, schreiben die Wissenschaftler besteht fast nur aus Kohlenstoff und hat somit eine ganz andere Zusammensetzung als unsere Erde mit den Hauptanteilen in abnehmender Folge Sauerstoff, Silicium, Aluminium, Eisen, Magnesium und Calcium. 55 Cancri e ist etwa achtmal so schwer wie unser Erdplanet und gilt als sogenannte „Supererde“, eine Bezeichnung für einen großen extrasolaren, terrestrischen Planeten. Trotz seiner Masse umrundet 55 Cancri e seinen Stern mit rasender Geschwindigkeit, für einen Umlauf benötigt er nur 18 Tage. Man stelle sich vor, ein Mensch würde dort 100 Tonnen wiegen! Wegen seiner Nähe zu seiner Sonne ist er zudem extrem heiss, an seiner Oberfläche herrschen mehr als 2100 Grad Celsius. Computer Simulationen erlauben nun Rückschlüsse auf seine Elemente und so wird vermutet, dass ein Drittel nämlich – und damit dreimal mehr als die gesamte Masse der Erde – aus Diamanten besteht! Im Gegensatz dazu gibt es im Inneren der Erde nur gerade ein Promille Kohlenstoff, welche als Diamanten nur unter speziellen Bedingungen an die Oberfläche gelangen.

Ab heute können wir Frauen versichert sein, Erd-Diamanten bleiben bis auf weiteres begehrenswert und kostbar, auch wenn sie, wie wir jetzt zu wissen glauben, im All im Überfluss vorhanden sind!

diamant-smiley I’m still my girl’s best friend!

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Die Lösung

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