Nov24

Auf den sieben Hengsten in den Emmentaler Alpen liegen Gesteinsarten, wie sie im Wallis vorkommen.

Die sieben Hengste in den Emmentaler Alpen © Wikimedia Commons: Caumasee     Emmentaler Alpen © Creative Commons

v.l.n.r.: Die sieben Hengste in den Emmentaler Alpen, Blick von Westen © Wikimedia Commons: Caumasee; Emmentaler Alpen © Creative Commons

Die Gesteine des Helvetikums, ein grosses Deckensystem der Alpen, entstanden in einem flachen Meer, dem europäischen Schelfmeer. Es sind überwiegend Kalke, wozu auch die Gesteine der sieben Hengste gehören. Die Gesteine des Penninikums im Wallis gehören zu einem weiteren grossen Deckensystem, sie entstammten dem südlich angrenzenden Thethysmeer. Es sind GabbrosQuarziteGlaukophan-SchieferJadeite und Metaperidotite, Gesteine, die durch Metamorphose aus den basisch-ultrabasischen Ozeanböden mit ihren Sedimenten entstanden sind. Während der alpinen Gebirgsbildung wurden diese Ablagerungsräume zusammengestaucht und als Decken nach Norden geschoben.

Wie kommt es nun, dass Steine aus dem Wallis ins Berner Oberland gelangten?

Zur Zeit der grossen Vergletscherungen lagen die Talböden viel höher als heute, und damit waren die Pässe vergleichsweise niedrig. So konnte Rhone-Eis über die Grimsel ins Berner Oberland überfliessen oder über den Simplon nach Italien. Da die sieben Hengste ein Karstgebiet sind, verläuft die Entwässerung unterirdisch; in ihre Höhlensysteme wurden glaziale Sedimente mit Kristallin eingespült, deshalb liegen hier Gesteine aus dem Wallis!

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Jun16

Wer noch keine Ferienplanung gemacht hat kann sich jetzt von einem spannenden Ferienziel inspirieren lassen!

 

Auf dem Gipfel Giübin (2776-m)     Lai-Urlaun im Val Maighel (Etappe-1)

Wanderungen zu den Quellen des Rheins, der Reuss, der Rhone und des Ticino!

 

Vier-Quellenweg

Quelle aller Bilder: Internet – www.vier-quellen-weg.ch

Paul Dubacher ist Fachmann in Sachen Wanderwege. Die vier Flüsse Ticino, Rheuss, Rhein und Rhone, die alle im Gebiet des Gotthardmassivs entspringen, haben ihn auf die Idee des Vier-Quellenwegs gebracht. Im Jahr 2009 begannen die Bauarbeiten. Im gleichen Jahr wurde die Stiftung Vier-Quellenweg gegründet, der Persönlichkeiten aus den vier Kantonen des Gotthardgebiets angehören. Die Wanderwege wurden 2012 eröffnet.

Bergwanderung in fünf Etappen

Der Vier-Quellenweg ist ein familienfreundlicher alpiner Wanderweg von etwa 85 Kilometern auf dem man in fünf Tagesetappen zu den Quellen der vier Flüsse Rhein, Reuss, Rhone und Ticino gelangt.

Die einzelnen Etappen sind so angelegt, dass Ausgangs- und Endpunkte mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden können.

Die Wanderungen auf dem Gebiet der Kantone Uri, Graubünden, Tessin und Wallis führen durch einzigartige Landschaften. Man wird sich bewusst, welch zentrale Bedeutung das Wasser für Menschen, Tiere und Pflanzen hat.

Wissenswertes über den Gotthard

Der Wanderführer zum Vier-Quellenweg enthält neben den Wegbeschreibungen auch Hintergrundinformationen und Fachbeiträge zur Kulturgeschichte, zu Pflanzen, Tiere, Geologie, Gletscherforschung, Klimawandel und zur Nutzung der Wasserkraft im Gebiet. Zusammenhänge werden sichtbar, beispielsweise wie Menschen den Gotthard prägten und prägen, warum die Berge nie ruhen und welche Bedeutung die Energiegewinnung aus der Wasserkraft hat.

Wasser hat Gestaltungskraft

Quellen gelten als Orte der Kraft, der Reinigung und des Lebens. In alten volkstümlichen Denkvorstellungen waren Quellen der Ort, wo die Kinder herkommen. Wasser hat ein Janusgesicht. Es kann mit Flutkatastrophen zerstören und mit erfrischendem Regen Leben hervorbringen. Wasserknappheit wird zum Auslöser von Kriegen, aber auch von Frieden stiftenden Gesetzen. Der Codex Hammurabi (1850 v. Chr.) ist ein frühes Beispiel für die vertragliche Regelung von Wasserrechten.

Wandern beflügelt die Gedanken

Gletscher sind während Jahrtausenden gelagerte Wasservorräte und wurden dadurch zum Symbol für Sicherheit, Hoffnung und Zuversicht. Ihr Verschwinden löst Zukunftsängste aus. Doch Angst und Not fördern den Erfindergeist der Menschen und lassen umweltschonende und nachhaltige Werke der Ingenieurkunst entstehen.

Wasser hat Zauberkraft. Die Menschen haben sich die Kraft des Wassers mit Mühlrädern dienstbar gemacht, haben Wasser in Strom umgewandelt.

Wasser ist ein grandioser Künstler. Es gestaltet mit seinen Kräften herrliche, oft skurrile und wilde Landschaften. Wasser lässt auch Kulturland entstehen, das Mensch, Tier und Pflanze nährt.

Wer wandert, siebt seine Gedanken und findet sicher Goldstücke der Einsicht. Wer wandert, wird nicht nur körperlich, sondern auch geistig gestärkt. Deshalb auf zu den Quellen!

Links:
http://www.vier-quellen-weg.ch
http://www.vier-quellen-weg.ch/etappen

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Feb24

Im frühen Mittelalter haben die einfachen Leute ihre Häuser aus Lehm oder Holz gebaut. Später kam das Fachwerkhaus auf. Nur wer reich war, konnte sich ein aus Steinen gebautes Haus leisten. Daher der Βegriff „steinreich“. Als die Bürgerschaft im ausgehenden Mittelalter zu Wohlstand kam, konnte sie sich zwar prächtige Bürgerhäuser (aus Stein) leisten. Der Bau von prächtigen Burgen und Schlössern blieb jedoch dem Adel vorbehalten und heute dem “Geldadel” wie Banken, Versicherungen und der öffentlichen Hand smiley.

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Links: Valser Quarzit. Foto: Truffer AG                                       Rechts: steinreich! Comic: © Gunga

Aus geologischer Sicht sind die Möglichkeiten des Steinabbaus längst nicht ausgeschöpft. Die Schweizer Alpen beherbergen einen vielfältigen Schatz dekorativer und qualitativ hochwertiger Granite, Gneise, Quarzite und Kalksteine. Die meisten Regionen verfügen über ungenutzte oder unternutzte Abbaupotenziale für verschiedenste Steinsorten – die Schweiz ist steinreich.

Gneis aus dem Calancatal wird bis nach Japan exportiert. Ebenfalls ein Exportschlager ist der grüne Granit aus Andeer. Er findet sich im Regierungsgebäude von Niederösterreich in St. Pölten, in der österreichischen Botschaft und in der U-Bahn-Station «Brandenburger Tor» in Berlin, im Kunstmuseum Bonn, im Bahnhof Luzern usw. Als Wahrzeichen ist der Valser Quarzit zu bezeichnen, seit Architekt Peter Zumthor in Vals aus 60 000 Steinplatten die zum architektonischen Wahrzeichen gewordene Therme errichtet hat. Valser Quarzit ist in der von Norman Foster gebauten Capital City Academy in London anzutreffen, in der Nobeluniversität Swartmore in Philadelphia oder – etwas näher – in Bern. Dort ist der Bundesplatz mit Steinplatten aus dem Bündner Bergtal gestaltet worden.

Wie mit Forschung und Entwicklung neue Türen aufgestossen werden könnten, zeigt sich an einem Projekt der Conrad AG. Sie hat ein Material entwickelt, bei dem dünne Gneisplatten mit Karbonfasern so ummantelt werden, dass sie eine grosse Biegezugfähigkeit erreichen. Die Firma Zai in Disentis fertigt daraus exklusive Skier. Weitere Einsatzmöglichkeiten wären im Flugzeugbau denkbar, denn Gneis hat die gleiche Dichte wie Aluminium.

Was schlummert, muss geweckt werden und im Stein schlummern noch viele Möglichkeiten!

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Die Lösung

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