Sep16

Ausschnitt aus dem Werbeflyer für den Tag der offenen Tür 2014 beim Schweizerischen Erdbebendienst in Zürich.Der Schweizerische Erdbebendienst SED feiert sein 100-jähriges Bestehen. Erdbeben gelten als Naturgefahren mit dem grössten Schadenspotential.

Heute umfasst das nationale Netzwerk über 100 Messstationen, wo Seismometer Erderschütterungen aufzeichnen. 500 bis 800 lokale Beben werden jährlich in der Schweiz gemessen, aber nur etwa 10 davon sind so stark, dass sie von Menschen wahrgenommen werden.

Wie und wo entstehen Erdbeben überhaupt?

Ein Erdbeben ist ein Ereignis, bei dem sich aufgestaute Spannung ruckartig abbaut, was sich in Verschiebungen von Gesteinsblöcken äussert. Dieser Vorgang im Erdbebenherd (Hypozentrum) löst Erschütterungen der Erdkruste aus.

Erdbeben ereignen sich zu rund 90 Prozent entlang der Grenzen von Kontinentalplatten. Durch die Bewegung der Platten bauen sich an den Rändern Spannungen auf, welche sich schleichend oder ruckartig abbauen. Vulkanismus, der Einsturz von Höhlen oder Minen sowie in wenigen Fällen menschliches Handeln vermögen ebenfalls Erdbeben auszulösen. Details können Sie in der Broschüre „erdbeben“ der Nagra nachlesen.

Bis Ende November zeigt focusterra an der ETH Zürich eine Sonderausstellung und am Sonntag 21. September öffnet der SED anlässlich seines Jubiläums von 10 bis 16 Uhr seine Tore. Neben der Sonderausstellung gibt es Experimente, Sie können sich im Erdbebensimulator durchschütteln lassen und einen Blick in die Einsatzzentrale werfen.

Haben Sie schon mal ein Erdbeben erlebt, wenn ja, wo?

Kommentar schreiben/lesen

Jan07

Stegosaurus im Préhisto-Parc in Réclère (JU).Im Kanton Jura begegnen Sie nicht nur zahlreichen Dinosaurierspuren, auf einem Waldspaziergang unweit der französischen Grenze können Sie sogar auf lebensgrosse Dinosaurier treffen. Wer also die Dinosaurier nicht nur mit Brille im Kino in 3D sehen möchte, sondern auch mit blossem Auge, der findet im Jura einen ganzen Park voll Saurier.

Der Préhisto-Parc in Réclère zeigt 45 Urzeittiere, von den ersten Amphibien über die Dinosaurier bis zum Höhlenbären. Die Hauptattraktion sind natürlich die vielen Dinosaurier. Vom Plateosaurus aus der Trias, über den Stegosaurus aus der Jurazeit bis zum stacheligen Styracosaurus und dem Furcht einflössenden Tyrannosaurus-Verwandten Tarbosaurus aus der Kreidezeit. Im Untergrund des Kopf eines Ankylosaurus im Préhisto-Parc in Réclère (JU). Keine Sorge, das stachelige Tier war Pflanzenfresser.Urzeitpfades ist eine grosse Tropfsteinhöhle – die Grottes de Réclère, welche mit dem sogenannten Dom den grössten Stalagmiten der Schweiz beherbergt.

Dinosaurier im Kino, als Skulpturen im Park – oder sogar lebendig im Zoo – was hätten Sie am liebsten?

Kommentar schreiben/lesen

Apr19

Tropfsteine Stalagmiten Stalaktiten Kalk WasserEs war einmal vor langer, langer Zeit… Über Jahrtausende wirkte das Wasser ungesehen im Untergrund, verschwand rauschend und blubbernd in Ritzen in die Tiefe. Im Laufe der Zeit schuf es immer längere Gänge im Gestein und formte immer grössere Hohlräume. Wasser zerstört aber nicht nur, aus Wasser entsteht auch Neues. Wenn der zuvor gelöste Kalk an anderer Stelle aus «tropfendem» Wasser wieder ausfällt, entstehen dort wunderschöne Skulpturen – Tropfsteine.

Und wie ist das nun schon wieder, welche wachsen von oben und welche von unten? Ich hab’s mir immer so gemerkt, dass die StalaKtiten von der DecKe hängen, und folglich die Stalagmiten diejenigen sind, die vom Boden in die Höhe wachsen.

Tropfsteine in Besucher-Höhlen erhalten oftmals fantasievolle Namen; Schneewittchen steht in einer Ecke umgeben von den sieben Zwergen, um die nächste Ecke liegt eine Himbeere, eine Schildkröte, ein schlafender Bär oder sogar eine Hochzeitstorte…, die Krönungshallen und Kathedralen sind mit Orgelpfeifen und durchscheinenden Kalk-Vorhängen dekoriert. Jeder kann sich hier unten seine eigene Welt ausdenken.

Bestimmt gibt es auch irgendwo eine Höhle mit einem Hasen-Tropfstein oder einem kalkigen Ei – in diesem Sinne: Frohe Ostern!

Haben Sie einen anderen Merkspruch für Stalaktiten und Stalagmiten?

Tropfsteine sind nicht nur zum Anschauen schön, sondern speichern auch wichtige Informationen, die Wissenschaftler interessieren – dazu nächste Woche mehr.

5 Kommentare »



Die Lösung

Archiv