Apr03

Das Gebiet, um welches es im heutigen Beitrag geht, befindet sich küstennah im Süden von Kenia unweit der tansanischen Grenze. Seit den ersten Schürfungen und geologisch/geochemischen Untersuchungen in den 1930-er Jahren bis zum bevorstehenden Abbau, der trotz politischem Seilziehen auf internationaler und grossem Widerstand auf nationaler Ebene in den kommenden Jahren umgesetzt werden wird, sind über 80 Jahre vergangen. Die Niob-Seltene Erden Lagerstätte wird heute mit über 100 Millionen Tonnen veranschlagt bei einem zur Zeit geschätzten Wert von über 100 Milliarden USD. Sie ist weltweit eine der grössten Niob-Reserven mit einer mittleren Anreicherung von 0,65 % Niob-Pentoxid, Nb2O5, die in angereicherten Zonen bis zu 3 % ansteigt. Niob-Pentoxid ist ein farbloses, nicht lösliches Pulver, das durch Hydrolyse und anschliessender Reaktion mit Sauerstoff entsteht.

Im SE von Kenia ragt Mrima Hill 230 m über einer von Quartär-Sedimenten bedeckten Ebene © PAW

Im SE von Kenia ragt Mrima Hill 230 m über einer von Quartär-Sedimenten bedeckten Ebene © PAW

Lokalisation Mrima Hill

Lokalisation Mrima Hill

Lokalisation Mrima Hill

Lokalisation Mrima Hill

Da Mrima Hill ein durch Grabenbruch-Vulkanismus entstandener, verwitterter Karbonatit ist, sind auch bedeutende Mengen der Seltenen Erden vorhanden, die bis zu 5 % angereichert sind. Auch die Seltenen Erden zählen wie Niob zu den begehrten strategischen Metallen unserer hochtechnisierten Gesellschaft. Siehe:

→ Wirtschaftsgeologie, ein Fachgebiet mit polit. Auswirkung
Strategisch wichtige Metalle: Niob, Tantal und die Seltenen Erden
Seltene Erden: Treibstoff der Moderne, Öl der Zukunft?
Am Anfang steht das Gestein

Ein Karbonatit ist immer auch Teil eines grösseren alkalischen Eruptiv- oder Intrusiv-Komplexes. Der Jombo Hill Komplex, unweit vom Mrima Hill entfernt, repräsentiert die frühkristalline Phase dieser intrusiven, alkalinen Magmafolge. Der Karbonatit selbst drang in mesozoische Sandsteine ​​ein und weist heute eine bis 100 m mächtige Verwitterungsschicht auf. Ein bedeutender Effekt der Verwitterung war die Entfernung von Calcit und anderen Carbonaten, die das Volumen des ursprünglichen Karbonatits auf 20 % reduzierte, was zu einer entsprechenden Konzentration witterungsresistenter Begleitminerale, einschliesslich Pyrochlor, geführt hat.

Pyrochlor ist ein Niob-haltiges Mineral aus der Mineralklasse der Oxide und Hydroxide mit der idealisierten chemischen Zusammensetzung Ca2Nb2O7. Durch Substitution lassen sich zahlreiche weitere Elemente in die Kristallstruktur einfügen. So können grosse Mengen an Seltenen Erden, Uran und Thorium eingebaut werden.

Pyrochlor: Mt Malosa, Zomba District, Malawi © Christian Rewitzer, CC BY-SA 3.0

Pyrochlor: Mt Malosa, Zomba District, Malawi © Christian Rewitzer, CC BY-SA 3.0

Mrima Hill – ein heiliger Kaya Wald

Gegen die Ausbeutung der Mineralien regt sich Widerstand, einerseits aus Umweltaspekten aufgrund der hohen in den Mineralen gebunden Radioaktivität, und weil ursprünglicher Küstenwald vernichtet würde.

Andererseits kämpft die angestammte Bevölkerung der Küste Gegen die Zerstörung eines Kulturerbes. Sie verwalten bis heute mit grossem Erfolg eines der merkwürdigsten Welterbestätten: die Überreste  befestigter Dörfer, die von den Mijikenda als heilige Stätten ihrer Vorfahren verehrt werden.

Diese bewaldeten Stätten stammen aus dem 16. Jahrhundert, als eine Migration pastoraler Gemeinschaften aus dem heutigen Somalia zur Entstehung mehrerer Dörfer führte, die rund 200 km durch die tief liegenden Hügel der Provinz führen.

Nachdem sie Jahrhunderte lang gediehen waren und ihre eigene Sprache und Bräuche entwickelt hatten, begannen die Kayas um das frühe 20. Jahrhundert herum zu zerfallen. Heute, obwohl unbewohnt, werden die Kayas weiterhin als Aufbewahrungsorte für alte Glaubensvorstellungen und Praktiken verehrt. Dank der sorgfältigen Pflege durch die Mijikenda-Leute sind die Haine und Gräber in den Kayas als Reste eines ehemaligen Küstenwaldes erhalten geblieben.

Während Immobilienentwickler und Ressourcenforscher diese uralten ökologischen und kulturellen Hotspots ins Visier nehmen, machen sich die Einheimischen auf den Weg zu einer Auseinandersetzung mit dem, was die Weltbank als eine der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften in Subsahara-Afrika bezeichnet.

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Mrz13

Die beiden italienischen Ingenieure, Vichi und Mangano von der Firma Bonifica Engineering waren die ursprünglichen Autoren des Transaqua-Plans vor mehr als 35 Jahren. Später kam ein zweites Projekt hinzu – Oubangui -, welches von Mitgliedern der LCBC, Lake Chad Basin Commission entworfen wurde. Diese schlagen einen Dammbau in Palambo vor, der den Ubangi-Fluss stauen und über den Bau eines Kanals, der die natürliche Barriere überwinden müsste, Wasser in den Chari-Fluss und dann in den Tschad-See leiten würde.

Oubangui-Projekt: Staudamm von Palango – Entwässerungszone im NW der DR Kongo, Quelle: Ladel Map, J., P. Nguinda et al. 2008

Oubangui-Projekt: Staudamm von Palango – Entwässerungszone im NW der DR Kongo, Quelle: Ladel Map, J., P. Nguinda et al. 2008

Die jahrzehntelangen Anstrengungen der Initianten, unter Ausschluss des betroffenen Staates, der Demokratischen Republik Kongo (DCR oder DCK), wurden am 13. Dezember 2016 einig. Es schlossen der chinesische Energiekonzern, Powerchina, die internationale Kommission für das Tschadseebecken, LCBC und die nigerianischen Behörden einen Vorvertrag für ein Projekt zur Umleitung von Wasser aus dem Kongobecken in den Tschadsee.

Die Grundidee ist die Steigerung der Wassermenge im Tschadsee, Verbesserung der Wasserfliessbedingungen, Deckung des Energiebedarfs von Städten in den beiden kongolesischen Republiken und Durchführung einer Umweltverträglichkeitsstudie durch Powerchina, dem staatlichen Konzern, der das umstrittene Projekt der Drei Schluchten in China 2007 fertig stellte.

Transaqua-Projekt: Der projektierte Transaquakanal blau, blau schraffiert: das Wassereinzugsgebiet, das im Kongobecken gesammelt würde, Quelle: Jacques Cheminade, 28.12.2016

Transaqua-Projekt: Der projektierte Transaquakanal blau, blau schraffiert: das Wassereinzugsgebiet, das im Kongobecken gesammelt würde, Quelle: Jacques Cheminade, 28.12.2016

Damit der Wasserstand des Tschadsees von 1964 wieder erreicht werden kann, braucht es schätzungsweise 50 Billionen Kubikmeter Wasserzufluss.

In der Grafik wird die Idee der Wasserumleitung im Transaqua-Projekt dargestellt: Das Wasser vom Ubangi soll durch den Chari und den Logone in den Tschadsee geführt und das Gebiet ausserhalb des Ubangi (blau schraffiert) soll direkt in das Kongo-Becken entwässert und gesammelt werden.

Heute unter neuen Vorzeichen möchte das Transaqua-Projekt 100 Billionen Kubikmeter Wasser pro Jahr vom östlich gelegenen Kivu Gebiet einfangen – das Doppelte von früheren Plänen also. Das würde durch einen 2’400 km langen künstlichen Kanal, der vom Kivu-Gebiet bis zum Tschad-See führt, ermöglicht. Der Kanal wäre zudem für den Güterverkehr schiffbar.

Schon im Gange ist die Schaffung eines Grüngürtels in der Sahel mit der FMNR-Methode wie der Film zeigt. → Grüne Wüsten? Ja – mit der FMNR-Methode

Damit haben die Völker vor Ort ein effektives und nachhaltiges Werkzeug in Eigenverantwortung der Klimaänderung durch Abholzung, Überweidung und Übernutzung aller Resourcen mit rasanter Wüstenbildung entgegenzuwirken. Dieser Ansatz, aber auch andere Begrünungsmethoden tragen schon Früchte, wo sie angewendet werden.

Man kann sich gut vorstellen, dass diese Pläne, hinter denen vor allem geostrategische Überlegungen stecken, auch sehr kritische Stimmen hervorrufen, nicht zuletzt aus den Reihen der Betroffenen, aus der Demokratischen Republik Kongo nämlich. Auch ohne Machbarkeitsstudie ist jetzt schon klar, dass der grosse Verlierer eine Vielzahl von hochkomplexen ökologischen Systemen wären. Und man sollte auch nicht vergessen, dass das Kongobecken in seiner Vielfalt und hinsichtlich seiner Kapazität als Wasserreservoir und Grüngürtel der Erde an zweiter Stelle hinter dem Amazonas-Becken steht.

Solche Gigaprojekte bedeuten nicht wieder gutzumachende, tiefgreifende Einschnitte in noch keineswegs verstandene ökologische Systeme von übergeordneter Spannweite.

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Mrz06

Laut UNEP Berichten verschwinden die Seen auf dem afrikanischen Kontinent rasend schnell. Die dramatischen Veränderungen afrikanischer Seen sind in einem Atlas  www.unep.org sichtbar gemacht worden.

Eines der dramatischsten Beispiele ist der Tschad-See am Rande der Sahel. Mehr als 90% ist er in den letzten 60 Jahren geschrumpft, wie wir aus der Grafik herauslesen können. Allerdings gab es immer wieder Phasen mit geringer Wasserausdehnung, so 1908 und 1984.

Als 1823 die Region erstmals von Europäern vermessen wurde, war er allerdings noch einer der grössten Seen der Welt. Nun ist er kläglich zusammengeschrumpft.

Die Entwicklung des Tschad Sees seit 1963 © NASA Goddard Space Flight Center

Die Entwicklung des Tschad Sees seit 1963 © NASA Goddard Space Flight Center

Der Hauptzulieferer ist der 1400 km lange Schari oder Chari Fluss aus dem Südosten und der Lagone aus Süden. Sie bringen mehr als 90% des Wassers. Der See liegt in einem flachen Becken, seine jetzige Tiefe ist etwa 1,5 m. Es ist deshalb nicht erstaunlich, dass seine Ausdehnung von den kleinsten klimatischen Veränderungen stark beeinflusst wird. Hinzu kommt die Nutzung bzw. Übernutzung durch den Menschen – zur Zeit werden 20 Millionen geschätzt, die um den See angesiedelt sind.

Zuflüsse des Tschad-Sees: Schari, Lagone, © Kmusser -Elevation data from SRTM, drainage basin from GTOPO, CC BY-SA 3.0

Zuflüsse des Tschad-Sees: Schari, Lagone, © Kmusser -Elevation data from SRTM, drainage basin from GTOPO, CC BY-SA 3.0

Der heutige Tschad-See ist ein Überbleibsel eines ehemaligen viel grösseren Sees, der im Verlaufe des Holozäns, d. h. der letzten 12’000 Jahre wuchs und schrumpfte in Abhängigkeit des Klimas und der Windsysteme. Seine grösste Ausdehnung von etwa 360’000 km², dies entspricht der Fläche Deutschlands, hatte er vor etwa 7000 Jahren.

Die Morphologie der ehemaligen Uferlinien des Megatschads, lassen auf zwei Winde schliessen. Der eine, der dem heutigen Wind aus Nordosten entspricht und einem Monsun-Wind aus Südwesten, verantwortlich für das Heranführen von Feuchtigkeit.

Durch regionale Klimaänderungen reduzierte sich die Intensität des westafrikanischen Monsuns. Vor etwa 4000 Jahren waren vom einstigen Megasee nur noch drei Reste übrig: Tschadsee, Fitri-See und Bodélé-See. Während der Tschad- und Fitri-See heute noch bestehen, ist der Bodélé-See mittlerweile ausgetrocknet.

Maximale Ausdehnung des Mega-Tschad im Holozän mit dem Schari von Süden und dem Abfluss über den Benue im Südwesten © CC BY 3.0

Maximale Ausdehnung des Mega-Tschad im Holozän mit dem Schari von Süden und dem Abfluss über den Benue im Südwesten © CC BY 3.0

Green Wall Project

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Okt25

Die Topografie der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) weist Besonderheiten auf. Von einem grossen Äquatorialwald bedeckt und umgeben von einem Gebirgsrand, besteht das Land aus einer zentralen Ebene, die durch den Kongo-Fluss und seine Nebenflüsse entwässert wird. Wir  sprechen hier von einem Becken, welches auf etwa 400 m liegt. Im Südwesten des Beckens überlebten der Tumba- und Inongo-See, Überreste eines früheren inneren Meeres. Im Westen ist das Becken von sandigen Gebirgstälern eingegrenzt, die weniger als 1000 m hoch sind und deren Breite nicht mehr als 200 km beträgt, ausgenommen im Süden, wo sich das Becken bis nach Angola fortsetzt.

Satellitenaufnahme des Kongo Beckens @ NASA  Google Map der Demokratische Republik Kongo

v.l.n.r.: Satellitenaufnahme des Kongo Beckens, @ NASA; DR Kongo – Ausschnitt aus Google Map

Im Osten des Kongos, in den Provinzen Orientale, Kivu und Katanga befinden sich die ältesten geologischen Formationen.

Geologische Übersichtskarte der DR Kongo  afrikanisch-kratone

v.l.n.r.: Geologische Übersichtskarte der DR Kongo; kontinentale Schilde oder Kratone im Archaikum vor 3600-3200 Millionen Jahre

Das, was vor der Kontinentalverschiebung zu Zentralafrika zählte, bildete zusammen mit dem südlichen Afrika, Süd Amerika, Indien und Madagaskar “Gondwanaland”. Die Trennung der afrikanischen, südamerikanischen und indischen Kontinente ereignete sich während der Kreidezeit vor 135 – 65 Millionen Jahren und erreichten zum Ende des Tertiärs vor 65 – 1,6 Millionen Jahren ihre jetzige Position.

Die Rohstoffe in der DR Kongo

Die Rohstoffe in der DR Kongo

Die Zinn- und Wolfram-Vorkommen von Maniema und Nordost-Katanga gehen zurück auf das Kalahari-System, als sich Sedimente in Senken ablagerten, die durch das Aufbrechen von Gondwana nach der Kreidezeit entstanden und ungeheure Ausdehnung annahmen. Die Cu-, Co- und U-Erze von Hoch-Katanga lagern in späten präkambrischen Sedimenten. Es handelt sich um bis zu zwölf Meter dicke Erzhorizonte in Folgen von Sandstein, Konglomeraten, bituminösen Tonschiefern und Dolomiten. Man weiss, dass sich die Kupfervorkommen von Katanga auf 320 km Länge und 60 km Breite zwischen Hoch-Katanga und Sambia  im Copperbelt erstrecken. Die Diamantvorkommen von Kasai, entstanden in sogenannten Kimberliten und die Kohlevorkommen von Katanga befinden sich in Schichten, die sich zur selben Zeit bildeten, wie das Karroo im südlichen Afrika, nämlich vom Karbon (355 – 290 Millionen Jahre) bis in die Jura Zeit (205 – 140 Millionen Jahre).

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Okt18

so nennen ihn die Einheimischen. Als sechstgrösster Fluss der Welt und zweitgrösster Afrikas ist er 4374 km lang und führt gewaltige Wassermassen, die sich mit bräunlicher Farbe 20 km in den Atlantik ergiessen. Zudem ist er der tiefste Fluss der Erde, an einigen Stellen bis zu 220 Meter. Er fliesst durch trockene Steppen, dichten Regenwald und vorbei an Grossstädten. Der Strom nährt ein riesiges, tropisches Urwald-Gebiet mit unglaublichem Artenreichtum. Anrainer des Stroms sind die Demokratische Republik Kongo, die Republik Kongo und Angola.

Kongo

Die Karte zeigt die Staaten, durch die der Kongo-Fluss fliesst

Die Geschichte dieser Region ist so überwältigend wie der Kongo-Fluss selbst, wenn auch unvorstellbar gewalttätig. Zwei Namen belegen die Spitzenplätze: der Afrika Forscher, Henry Morton Stanley, von der englischen Krone zum Sir erhoben, und der belgische König Leopold II.

kongofluss

Der Kongo-Fluss

Dass die Auswüchse dieser Region, die bis heute andauern, immer auch mit Reichtum verknüpft sind, wird klar, wenn wir die Geologie etwas genauer anschauen.

So wird die Demokratisch Republik Kongo als das rohstoffreichste Land der Welt bezeichnet. Bis in die 1960er Jahre waren die Förderung und der Export von Bodenschätzen wie Gold, Diamanten, Kupfer und Öl das wichtigste finanzielle Standbein der kongolesischen Wirtschaft. Teile der Bevölkerung lebten damals trotz schlechter Arbeitsbedingungen unter einigermassen akzeptablen Umständen. Das grösste Bergbau-Unternehmen Gécamines sorgte für die Versorgung der Arbeiter. So baute die Firma ganze Städte mit Schulen, Krankenhäusern, Strassen und Stromversorgung. Als der Diktator Mobutu Sese Seko, 1965 bis 1997, die Bergbauunternehmen verstaatlichte, hörte er auf weiter in die Minen zu investieren und steckte die Gewinne selbst ein. Bis heute führen die Rohstoffe zu grossen Konflikten zwischen Bevölkerungsgruppen, Rebellenführern, Staat, Militär, westlichen Unternehmen und den angrenzenden Staaten. Wirtschaftliche Interessen werden zu Triebfedern oder Auslösern für bewaffnete Konflikte. Ertragreiche Gebiete werden erbittert umkämpft. Wer das Gebiet hat, hat die Macht über die Rohstoffe – und damit den Gewinn.

Coltan, Gold, Diamanten, Kobalt, Kupfer, Germanium, Uran

sind einige der wichtigsten Rohstoffe des Landes.

 

Coltan, ein sehr seltenes Erz, ist das eigentlich “Gold” des Landes. Aus dem Erz wird das seltene Metall Tantal gewonnen, ohne das die heutige industrielle Welt nicht modern wäre.

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Coltan ist ein Tantalerz. Der Name „Coltan“ leitet sich von der Mineralgruppe Columbit-Tantalit ab. © Creative Commons

Eine Alternative zu Tantal gibt es nicht. Weil es doppelt so dicht, haltbar und biegsam wie Stahl ist und erst bei 3000 Grad schmilzt, wird es dem Stahl zugegeben, etwa beim Bau von Kernkraftwerken oder Raketen. Der grössere Markt aber sind kleine, leistungsfähige Kondensatoren für Elektrogeräte. Zwar sind nur etwa 0,04 Prozent des Handy-Gewichts Tantal-Kondensatoren und trotzdem ist das Metall wichtiger Bestandteil. Etwa 2000 Tonnen Coltan werden weltweit jedes Jahr gefördert und mehr als die Hälfte des Erzes kommt aus Afrika. Weitere Minen liegen in Australien, Asien und Brasilien. Aus 2000 Tonnen entstehen mehrere Milliarden Kondensatoren für die IT-Industrie.

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