Jul31

Der Kanton Zürich ist der Geheimtipp unter Wasserfall-Liebhabern. Nirgendwo sonst gibt es so viele unentdeckte Bachtobel mit mächtigen Wasserfällen. Sie sind dutzende Meter hoch, werden von wilden Bächen gespeist und finden sich häufig in schwer erreichbaren Schluchten!

Wasserfall - Rheinfall © Mh-rockt, eigenes Werk, CC BY-SA 3.0

Wasserfall – Rheinfall © Mh-rockt, eigenes Werk, CC BY-SA 3.0

Sagentobel

Dieser Wasserfall liegt auf Zürcher Stadtgebiet. Anfangs des 20. Jahrhunderts gab es eine Galerie mit einem Weg, der direkt unter dem Wasserfall durchführte. Dieser existiert heute nicht mehr und die Natur hat sich wieder entfalten können.

Giessbachfall

Versteckt zwischen den Gemeinden Wädenswil und Richterswil tost es. Einst von Wanderern entdeckt, lässt sich der Giessbachfall heute sowohl im Sommer als auch im gefrorenen Zustand im Winter gut beobachten.

Sunnebachfall

Hinter diesem Wasserfall verbirgt sich eine Höhle. Wenn man den Sprühnebel und die grossen Wassermassen des Sunnebachfalls überwunden hat, offenbart sich dahinter eine Höhlenwelt, die über Jahrtausende geschaffen wurde. Er ist schwer zu erreichen und ist der Action reichste, der schönsten Wasserfall.

Höhschutzfall

Der Höhschutzfall in Erlenbach ist einer von vielen mächtigen Wasserfällen im Kanton Zürich, die auf keiner Karte eingezeichnet sind. Er ist der natürlichste und schönste Wasserfall.

Aabachtobel

Im Sihlwald warten zahlreiche Kaskaden, die vom Aabach geformt wurden. Das Highlight ist der zehn Meter hohe Wasserfall, welcher im freien Fall hinunterstürzt. Eine Wanderung im Aabachtobel belohnt den Wanderer, denn der Aufstieg zum Wasserfall führt auf einem kurzen Abschnitt über eine spannende, steile Metalltreppe zu einem am Hang verlaufenden Steg, der eine spektakuläre Sicht auf den Aabachfall bereit hält. Es ist der Abenteuerlichste aller Wasserfälle.

Pilgersteg Rüti

Wie aus der Giesskanne plätschert beim Pilgersteg das Wasser über die Kante in ein idyllisches Becken, in dem der Badespass garantiert ist. Man erblickt von dort aus die verschiedenen Gesteinsschichten, die übereinander liegen, während das Wasser ungebändigt darüber hinausschiesst.

Rheinfall

Wer kennt ihn nicht, den grössten Wasserfall Europas. Nur der Aal kann den Rheinfall flussaufwärts überwinden, indem  er sich über die trockenen Felsen an der Seite des Wasserfalls hochschlängelt. Der Rheinfall wurde im Jahr 1515 erstmals porträtiert, nämlich auf dem Bild “Taufe Christi” von Joachim Patinir.

Greiselgubel

Greiselgubel

Der Greiselgubel ist der höchste Wasserfall im Kanton. Die Wassermassen stürzen im freien Fall 43 Meter in die Tiefe. Das Naturwunder befindet sich in Fischenthal im Tösstal und lässt sich nicht ganz einfach erreichen, denn die letzten Meter stapft man im reissenden Fluss.

Wasserfall Embrach

Man sagt es seien die Niagara-Fälle des Kantons, denn das Wasser stürzt über eine Wasserwand mit einer parabolisch gekrümmten Kante. Im Becken unter dem Wasserfall lässt es sich wunderbar baden.

→ «Perlen Zürichs» unbekannte und unerforschte Kaskaden und Wasserfälle im Kanton: Ein Fotografie Bildband, wie es so noch keinen gibt.

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Jul24

In einem tiefen Schacht bei Boveresse im Val de Travers im Neuenburger Jura liegt die unterirdische Eishöhle Monlési. Sie liegt 600 m südöstlich des Bauernhofes “La Petite Charbonnière” auf 1135 m Höhe. Der Zugang erfolgt vom Col des Sagnettes her.

Der Gletscher Monlési im Neuenburger Jura im Val de Travers © Pmau CC BY-SA 4.0

Der Gletscher Monlési im Neuenburger Jura im Val de Travers © Pmau CC BY-SA 4.0

Die Eishöhle ist 110 m lang und liegt 38 m tief. Ein natürlicher Schacht beziehungsweise insgesamt drei Schächte führen 16 m hinunter. Ein niederer Durchgang führt dann durch den Felsen zum Eis, das eine Halle von 40 auf 29 m, bei einer maximalen Höhe von 15 m, füllt. Ihr Volumen wurde auf 10’000 m³ geschätzt. Im Vergleich dazu haben die anderen Glacières im Jura viel bescheidenere Ausmasse: der Glacière de Pré de Saint Livres mit 3’500 m³, der Creux Bastian mit 2’500 m³, der Glacière de Saint George mit 2’300 m³.

Aus dem Jahr 1849 stammt ein Bericht im “Messager boiteux”, wo berichtet wird, dass sich die Menschen Eis aus der Höhle holten, um es im Haus zu verwenden. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts und zu Beginn des 20. Jahrhunderts begann der Abbau des Eises im industriellen Stil. Bis zu 15 Arbeiter waren zeitweise beschäftigt. Sie zerschnitten das Eis, legten es in kleine Wägelchen, zogen es mit Hilfe einer Seilwinde an die Oberfläche und brachten es so schnell wie möglich zur nächsten Bahnstation. Hauptabnehmer waren damals die Brauereien. Heute ist von diesen Unternehmungen keine Spur mehr vorhanden und die Höhle zeigt sich wieder in alter Pracht.

Eis-Stalagmite © Looks.k, eigenes Werk, CC BY-SA 4.0

Eis-Stalagmite © Looks.k, eigenes Werk, CC BY-SA 4.0

Das Vorhandensein einer Eishöhle ist das Ergebnis einer besonderen klimatischen Situation: Im Winter sinkt die dichte, kalte Luft in die Höhle und kühlt den Fels und das vorhandene Eis. Im Sommer erfolgt durch die Zirkulation der Luft durch die insgesamt drei vorhandenen Zugangsschächte eine Verdunstung, die Wärme aufnimmt und die Temperatur an der Eisoberfläche um Null Grad hält. Dies ist ein sehr sensibles Gleichgewicht und lässt sich vermutlich durch zu viele Besucher stören, d.h. dass die Temperatur gestört wird und damit das Weiterbestehen des Eises.

 

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Mrz13

Die beiden italienischen Ingenieure, Vichi und Mangano von der Firma Bonifica Engineering waren die ursprünglichen Autoren des Transaqua-Plans vor mehr als 35 Jahren. Später kam ein zweites Projekt hinzu – Oubangui -, welches von Mitgliedern der LCBC, Lake Chad Basin Commission entworfen wurde. Diese schlagen einen Dammbau in Palambo vor, der den Ubangi-Fluss stauen und über den Bau eines Kanals, der die natürliche Barriere überwinden müsste, Wasser in den Chari-Fluss und dann in den Tschad-See leiten würde.

Oubangui-Projekt: Staudamm von Palango – Entwässerungszone im NW der DR Kongo, Quelle: Ladel Map, J., P. Nguinda et al. 2008

Oubangui-Projekt: Staudamm von Palango – Entwässerungszone im NW der DR Kongo, Quelle: Ladel Map, J., P. Nguinda et al. 2008

Die jahrzehntelangen Anstrengungen der Initianten, unter Ausschluss des betroffenen Staates, der Demokratischen Republik Kongo (DCR oder DCK), wurden am 13. Dezember 2016 einig. Es schlossen der chinesische Energiekonzern, Powerchina, die internationale Kommission für das Tschadseebecken, LCBC und die nigerianischen Behörden einen Vorvertrag für ein Projekt zur Umleitung von Wasser aus dem Kongobecken in den Tschadsee.

Die Grundidee ist die Steigerung der Wassermenge im Tschadsee, Verbesserung der Wasserfliessbedingungen, Deckung des Energiebedarfs von Städten in den beiden kongolesischen Republiken und Durchführung einer Umweltverträglichkeitsstudie durch Powerchina, dem staatlichen Konzern, der das umstrittene Projekt der Drei Schluchten in China 2007 fertig stellte.

Transaqua-Projekt: Der projektierte Transaquakanal blau, blau schraffiert: das Wassereinzugsgebiet, das im Kongobecken gesammelt würde, Quelle: Jacques Cheminade, 28.12.2016

Transaqua-Projekt: Der projektierte Transaquakanal blau, blau schraffiert: das Wassereinzugsgebiet, das im Kongobecken gesammelt würde, Quelle: Jacques Cheminade, 28.12.2016

Damit der Wasserstand des Tschadsees von 1964 wieder erreicht werden kann, braucht es schätzungsweise 50 Billionen Kubikmeter Wasserzufluss.

In der Grafik wird die Idee der Wasserumleitung im Transaqua-Projekt dargestellt: Das Wasser vom Ubangi soll durch den Chari und den Logone in den Tschadsee geführt und das Gebiet ausserhalb des Ubangi (blau schraffiert) soll direkt in das Kongo-Becken entwässert und gesammelt werden.

Heute unter neuen Vorzeichen möchte das Transaqua-Projekt 100 Billionen Kubikmeter Wasser pro Jahr vom östlich gelegenen Kivu Gebiet einfangen – das Doppelte von früheren Plänen also. Das würde durch einen 2’400 km langen künstlichen Kanal, der vom Kivu-Gebiet bis zum Tschad-See führt, ermöglicht. Der Kanal wäre zudem für den Güterverkehr schiffbar.

Schon im Gange ist die Schaffung eines Grüngürtels in der Sahel mit der FMNR-Methode wie der Film zeigt. → Grüne Wüsten? Ja – mit der FMNR-Methode

Damit haben die Völker vor Ort ein effektives und nachhaltiges Werkzeug in Eigenverantwortung der Klimaänderung durch Abholzung, Überweidung und Übernutzung aller Resourcen mit rasanter Wüstenbildung entgegenzuwirken. Dieser Ansatz, aber auch andere Begrünungsmethoden tragen schon Früchte, wo sie angewendet werden.

Man kann sich gut vorstellen, dass diese Pläne, hinter denen vor allem geostrategische Überlegungen stecken, auch sehr kritische Stimmen hervorrufen, nicht zuletzt aus den Reihen der Betroffenen, aus der Demokratischen Republik Kongo nämlich. Auch ohne Machbarkeitsstudie ist jetzt schon klar, dass der grosse Verlierer eine Vielzahl von hochkomplexen ökologischen Systemen wären. Und man sollte auch nicht vergessen, dass das Kongobecken in seiner Vielfalt und hinsichtlich seiner Kapazität als Wasserreservoir und Grüngürtel der Erde an zweiter Stelle hinter dem Amazonas-Becken steht.

Solche Gigaprojekte bedeuten nicht wieder gutzumachende, tiefgreifende Einschnitte in noch keineswegs verstandene ökologische Systeme von übergeordneter Spannweite.

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Mrz06

Laut UNEP Berichten verschwinden die Seen auf dem afrikanischen Kontinent rasend schnell. Die dramatischen Veränderungen afrikanischer Seen sind in einem Atlas  www.unep.org sichtbar gemacht worden.

Eines der dramatischsten Beispiele ist der Tschad-See am Rande der Sahel. Mehr als 90% ist er in den letzten 60 Jahren geschrumpft, wie wir aus der Grafik herauslesen können. Allerdings gab es immer wieder Phasen mit geringer Wasserausdehnung, so 1908 und 1984.

Als 1823 die Region erstmals von Europäern vermessen wurde, war er allerdings noch einer der grössten Seen der Welt. Nun ist er kläglich zusammengeschrumpft.

Die Entwicklung des Tschad Sees seit 1963 © NASA Goddard Space Flight Center

Die Entwicklung des Tschad Sees seit 1963 © NASA Goddard Space Flight Center

Der Hauptzulieferer ist der 1400 km lange Schari oder Chari Fluss aus dem Südosten und der Lagone aus Süden. Sie bringen mehr als 90% des Wassers. Der See liegt in einem flachen Becken, seine jetzige Tiefe ist etwa 1,5 m. Es ist deshalb nicht erstaunlich, dass seine Ausdehnung von den kleinsten klimatischen Veränderungen stark beeinflusst wird. Hinzu kommt die Nutzung bzw. Übernutzung durch den Menschen – zur Zeit werden 20 Millionen geschätzt, die um den See angesiedelt sind.

Zuflüsse des Tschad-Sees: Schari, Lagone, © Kmusser -Elevation data from SRTM, drainage basin from GTOPO, CC BY-SA 3.0

Zuflüsse des Tschad-Sees: Schari, Lagone, © Kmusser -Elevation data from SRTM, drainage basin from GTOPO, CC BY-SA 3.0

Der heutige Tschad-See ist ein Überbleibsel eines ehemaligen viel grösseren Sees, der im Verlaufe des Holozäns, d. h. der letzten 12’000 Jahre wuchs und schrumpfte in Abhängigkeit des Klimas und der Windsysteme. Seine grösste Ausdehnung von etwa 360’000 km², dies entspricht der Fläche Deutschlands, hatte er vor etwa 7000 Jahren.

Die Morphologie der ehemaligen Uferlinien des Megatschads, lassen auf zwei Winde schliessen. Der eine, der dem heutigen Wind aus Nordosten entspricht und einem Monsun-Wind aus Südwesten, verantwortlich für das Heranführen von Feuchtigkeit.

Durch regionale Klimaänderungen reduzierte sich die Intensität des westafrikanischen Monsuns. Vor etwa 4000 Jahren waren vom einstigen Megasee nur noch drei Reste übrig: Tschadsee, Fitri-See und Bodélé-See. Während der Tschad- und Fitri-See heute noch bestehen, ist der Bodélé-See mittlerweile ausgetrocknet.

Maximale Ausdehnung des Mega-Tschad im Holozän mit dem Schari von Süden und dem Abfluss über den Benue im Südwesten © CC BY 3.0

Maximale Ausdehnung des Mega-Tschad im Holozän mit dem Schari von Süden und dem Abfluss über den Benue im Südwesten © CC BY 3.0

Green Wall Project

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Feb06

Das Projekt Warka Wasser

Warka Wasser heissen die Türme, die Wasser aus der Luft ernten: Sie sammeln Regenwasser, fangen Nebeltropfen ein und ernten Tauwasser. Benannt ist der Turm nach dem äthiopischen Feigenbaum, Warka.

Warka-Wasser Turm © www.warkawater.org

Warka-Wasser Turm © www.warkawater.org

Das italienische Architekten-Team um Arturo Vittori hat 2012 mit Unterstützung des italienischen Kulturzentrums in Addis Ababa und dem äthiopischen Institut für Architektur und Stadtentwicklung das Projekt ≪Warka Water≫, ein aus natürlichen Materialien handgefertigter Wasser-Turm, entwickelt.

Inspirieren liess sich Arturo Vittori von der Natur. Viele Pflanzen und Tiere haben auf ihren Oberflächen Mikro- oder Nanostrukturen, die es ihnen ermöglichen, Wasser aus der Luft zu ernten. → Wie Naturphänomene in der Technik Anwendung finden

Nach dem Studium von Käferschale, Lotusblume, Blättern, Spinnennetz-Fäden und dem integrierten Nebelsammelsystem in Kakteen entstand Vittoris Turm, der Regenwasser und Wasser von Tau und Nebel einsammelt.

Der Warka Wasser Turm: seine Funktionsweise © Warka Water Architecture and Vision

Der Warka Wasser Turm: seine Funktionsweise © Warka Water Architecture and Vision

Die 60 kg schwere Konstruktion wird aus Bambusrohren zusammengesetzt, ist 10 Meter hoch und enthält ein wassersammelndes Gewebe. Tests haben gezeigt, dass im Hochland von Äthiopien 50 bis 100 l / Tag durch Kondensation aus der Luft gewonnen werden können.

Der Warka Wasser Turm ist mit einfachen Mitteln durch 4 Personen in 3 Stunden aufgebaut und kostet, lokal produziert, etwa 1’000 US$.

Jeder Tropfen zählt: Die Netze im Warka Wasser Turm fangen Regen-, Nebel- und Tautropfen ein © www.warkawater.org

Jeder Tropfen zählt: Die Netze im Warka Wasser Turm fangen Regen-, Nebel- und Tautropfen ein © www.warkawater.org

Im feinmaschigen Bio-Kunststoffnetz setzen sich Nebeltropfen ab und auf einer integrierten Fläche bildet sich in der Nacht Tau.

Jeder Tropfen zählt
Wie der Warka Wasser Turm entstand

Bewässern wie der Nebeltrinker-Käfer

Ein anderes hochinteressantes System für trockene Regionen basiert auf den Prinzipien der hydrophilen Haut des Namib-Nebeltrinker-Käfers. Mit seiner Hautstruktur ist das Insekt in der Lage, Wasser aus der Luftfeuchte zu gewinnen: Es bleiben Tautröpfchen an der Haut haften, die sich auf der Wasser anziehenden Oberfläche sammeln und über den Chitin haltigen Panzer in den Mund abfliessen. Der australische Designer Edward Linacre hat das Prinzip des Käfers auf ein Bewässerungssystem übertragen, das sich Airdrop nennt.

Airdrop © jamesdysonaward.org

Airdrop © jamesdysonaward.org

Über eine Turbine, die bei wenig Wind mit Solarstrom betrieben wird, fliesst Luft unter die Erde. Dort wird sie durch die Umgebungstemperatur abgekühlt. Das daraus enstehende Kondenswasser wird in einen Tank geleitet und über eine Niederdruckpumpe und halbdurchlässige Schläuche an Pflanzen verteilt. Die Schläuche liegen unter der Erde, nahe den Wurzeln, um vorzeitige Verdunstung zu verhindern.

Nach Berechnungen des Entwicklers lassen sich in übertrockenen Regionen aus einem Kubikmeter Luft bis zu 11,5 ml Wasser gewinnen.

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Jan30

Die Eigenschaften des Wassers sind von grundlegender Bedeutung für alles Leben.

Wasser mit der chemischen Formel H2ist das am häufigsten auftretende Oxid, das in allen drei Aggregatzuständen auf der Erde vorkommt. Es ist Lebensraum für viele Organismen, es ist Lösungsmittel für eine Vielzahl von Verbindungen wie Säuren, Basen und Salze und es ist auch Transportmittel. Die Struktur des Wassermoleküls und die Bildung von Wasserclusters beeinflussen die physikalischen, chemischen, elektrischen und optischen Eigenschaften.

Verkettung der Wassermoleküle über Wasserstoffbrückenbindungen (1) zu einem Cluster © CC BY-SA 3.0

Verkettung der Wassermoleküle über Wasserstoffbrückenbindungen (1) zu einem Cluster © CC BY-SA 3.0

Die physikalischen Eigenschaften des Wassers sind stark Temperatur- und Druck abhängig. Reines Wasser besitzt eine molare Masse von 18,0153 g/mol und unter Normaldruck bei 3,98 °C seine höchste Dichte von 0,999975 kg/dm³.

Die Oberflächenspannung, welche z. B. der Wasserläufer nutzt und die Viskosität des Wassers nehmen mit zunehmender Temperatur ab. Ebenso ist die Kompressibilität temperaturabhängig.

Wasserläufer © CC0

Wasserläufer © CC0

Die Eigenschaften des Wassers sind besonders von der dreidimensionalen Verkettung der Wassermoleküle über Wasserstoffbrückenbindungen bestimmt. Ohne diese hätte eine Substanz mit einer so geringen molaren Masse wie Wasser ganz andere Eigenschaften. Dies gilt besonders für den hohen Schmelz- und Siedepunkt und die Dichteanomalie, welche die ungewöhnlichste Eigenschaft von Wasser darstellt. Während die meisten Substanzen mit abnehmender Temperatur dichter werden, ist das bei Wasser nicht der Fall. Es weist sein Dichtemaximum bei 4 °C auf und dehnt sich wieder aus, wenn man es weiter abkühlt. Das ist der Grund, dass Eis auf der Wasseroberfläche schwimmt – ein aus physikalischer Sicht ungewöhnlicher Vorgang.

Phasendiagramm von Wasser © CC 3.0

Phasendiagramm von Wasser © CC 3.0

Jede biochemische Reaktion findet in wässriger Lösung statt. Auch bei der Aufrechterhaltung des Elektrolythaushaltes, beim Stoffwechsel, beim Wachstum oder der Reproduktion ist Wasser im Spiel.

Zur Wasserhülle der Erde gehört das Wasser der Meere, das Wasser auf den Landflächen in Seen, Mooren, Flüssen, Teichen, das Wasser innerhalb der Lufthülle (Atmosphäre) und auch das Wasser innerhalb der Gesteinshülle (Lithosphäre).

Auch hier gibt es verborgene Eigenschaften des Wassers zu entdecken, die erstmals vom Naturforscher Viktor Schauberger (1885 – 1958) in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts beschrieben wurden. Er gilt heute als Pionier der modernen Wasserforschung und der ganzheitlichen Naturbeobachtung.

Für diejenigen, die mehr über die Geheimnisse oder unerforschten Eigenschaften des Wassers erfahren möchten, empfehlen sich folgende Filme:

Wasser, das unbekannte Wesen
Viktor Schauberger – Die Natur kapieren und kopieren
Die geheime Macht des Wassers

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Jan23

Man bezeichnet Wasser als blaues Gold und es ist durch nichts zu ersetzen. Bis jetzt wird es noch nicht im grossen Stil gehandelt, könnte aber eines der wichtigsten Rohstoffe des 21. Jahrhunderts werden.

Wasserfall: Rohstoff Wasser © CC0 Lizenz

Wasserfall: Rohstoff Wasser © CC0 Lizenz

Von den 1’400 Milliarden km³ Wasser sind nur drei Prozent Süsswasser. Zieht man das in den Gletschern und an den Polen gefrorene Wasser ab, bleibt noch etwa 1% Trinkwasser übrig. Als Rohstoff betrachtet wird Wasser nicht knapper, die Nachfrage danach steigt nur rasant und führt zur Verknappung.

Neue Technologien zur Nutzung teurerer Wasserquellen, wie Entsalzung von Salzwasser aus den Ozeanen oder gereinigte Abwässer, werden immer wichtiger, vor allem dort, wo kein direkter Zugang zu genügend Wasser besteht.

Der Wasserkreislauf @ gemeinfrei

Der Wasserkreislauf @ gemeinfrei

Der Wasserkreislauf ist mengenmässig der grösste Stoffkreislauf unserer Erde und weil es das zentrale Medium unserer “Klimamaschine” ist, erfüllt es zudem eine wichtige Funktion. In Bewegung gehalten wird der Kreislauf durch die Sonnenenergie und Schwerkraft. Und eine zeitliche Abfolge von Orts- und Zustandsänderungen (Hydrometeore, Niederschlag, Abfluss, Grundwasser) beschreibt im Weiteren die Zirkulation des Wassers in fester, flüssiger und gasförmiger Form in der Erdatmosphäre, auf der Erdoberfläche und im obersten Bereich der Erdrinde. So ist Wasser nicht nur die Voraussetzung für Leben, es schafft auch lokale Lebensräume und formt diese über Prozesse wie Erosion und Sedimentation.

Als Trinkwasser ist Wasser auch für den Menschen das wichtigste aller Lebensmittel. So verbraucht allein die Landwirtschaft etwa 75 % des verfügbaren Süsswassers für die Produktion von Nahrungsmitteln. Hinzu kommt, dass durch veraltete Technik und jahrhundertealte Rohre schätzungsweise bis zu 50 % der transportierten Wassermenge verloren geht. Weltweit, so schätzt die Unesco, wird sich das Wasserproblem verschärfen: 2050 werden sieben Milliarden Menschen mit Wasserknappheit konfrontiert sein.

Ein kleiner Einblick, wie wichtig der Rohstoff Wasser schon heute ist, gibt das Interview mit Urs Schnell zum Film und der Film selbst:
→ «BOTTLED LIFE» Das Interview zum Film
→ «BOTTLED LIFE» Der Film

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