Okt10

Der “Schnüerliweg” in der Südwand der Churfirsten verläuft direkt unterhalb der Südwände des Hinderrugg, Schibenstoll bis zum Zuestoll und bietet atemberaubende Blicke auf den Walensee, die Churfirsten und die Alpen. Er ist nach dem nur 50 cm breiten und 30 Meter langen Felsband unterhalb des Schibenstoll benannt. Nur Wanderer mit sehr guter Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sollten sich auf den Schnüerliweg begeben. Es handelt sich hierbei um einen alten Jägerpfad.

Für eine Rundwanderung ab Walenstadtberg besteht die Möglichkeit des Aufstieges über den Sitzstein, unter der Südwand des Brisi hinauf zur Paliis Nideri. Dies ist der Sattel zwischen Brisi und Zuestoll. Der Zuestoll muss auf der Nordseite umwandert werden, denn seine Südseite ist nur für Kletterer mit Ausrüstung. Dazu muss man etwa 300 Höhenmeter hinunter und wieder hinauf um zum Sattel zwischen Zuestoll und Schibenstoll zu gelangen, wo dann der eigentliche Schnüerliweg beginnt.

Ein Teilstück des Schnüerliwegs mit Sicht auf den Walensee © hikr

Ein Teilstück des Schnüerliwegs mit Sicht auf den Walensee © hikr

 Der Schnüerliweg entlang dem Hinterrugg, Schibenstoll, Zuestoll bis zum Brisi

Der Schnüerliweg entlang dem Hinterrugg, Schibenstoll, Zuestoll bis zum Brisi

Der Schnüerlieweg hoch über dem Walensee

Der Schnüerlieweg hoch über dem Walensee

Die Churfirsten sind eine Kette relativ junger Kalksteinerhebungen

 

Die Namengebung ging vom Kloster St. Gallen aus. Die erste Karte von J. J. Bühler von 1784 enthält die Bezeichnung “Die VII Churfürsten”. Diese Namensform überwiegte noch im 19. Jahrhundert. Erst die Eschmann-Karte von 1854 entschied sich für “Churfirsten”.

Im Norden laufen die Churfirsten in flachen Bergrücken ins Toggenburg aus. Südwärts fällt die Kette fast senkrecht bis Walenstadtberg ab und weiter zum Walensee auf 419 m ü. M.. Modulliert wurde die felsige Südflanke durch den Rheingletscher in der Würmeiszeit.

Die Churfirsten © A. Heim gemeinfrei

Die Churfirsten © A. Heim gemeinfrei

Die Churfirsten bestehen – je nach Zählung – aus sieben bis dreizehn Gipfeln, die zusammen eine 10 km lange Bergkette mit mehrfach unterbrochenem First bilden. Die Gipfelhöhen liegen bei 2200-2300 m ü. M.. Sie gehören zu den Appenzeller Alpen, welche den Abschluss der Westalpen bilden.

Die Gesteine sind Sedimente vom Nordrand der Tethys, dem Ozean im Mesozoikum zwischen Europa und Afrika. Als die beiden Kontinente durch tektonische Kräfte aufeinanderprallten, verschwand der Ozean allmählich. Die Alpenbildung war voll im Gang.

Geologisches Profil beim Chäsererugg Churfirsten © Heim 1917

Geologisches Profil beim Chäsererugg Churfirsten © Heim 1917

Geologisch gehören die Churfirsten zum Helvetikum. Die Säntisdecke, die im Osten fast 2 km mächtig ist und die ganze Schichtfolge von Seewerkalk (obere Kreide) bis zum Dogger (Jura) aufweist, ist die oberste Decke. Im Westen beim Leistkamm liegen die Kreideschichten der Säntisdecke direkt auf der Mürtschendecke, die denselben stratigrafischen Aufbau hat.

Die Säntisdecke fällt flach nach Norden ein. Nördlich der Selamatt taucht sie in die Wildhauser Mulde und bildet dann noch weiter nördlich das stark verfaltete Alpsteinmassiv mit dem Säntis als höchsten Gipfel.

Auf dem Schär, Selun, Hinderrugg, Chäserrugg sowie Gamser Rugg steht der Seewerkalk an. In diesem liegen, besonders am Fuss des Seluns, viele Höhlen. Auf Zuestoll und Frümsel steht der gut verkarstungsfähige Schrattenkalk an. Dieser bildet auch die Oberfläche aller Täler (Kare) zwischen den Bergrücken.

So kam es zu einem ausgedehnten Höhlensystem in den Churfirsten, von dem im nächsten Beitrag die Rede sein soll.

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Sep19

Wenig Anstrengung und viel Erlebnis verspricht die einfache Rundwanderung am Monte Carasso, dem Hausberg von Bellinzona. Die von der Curzùtt-S. Barnàrd-Stifftung gebaute Hängebrücke ist 270 m lang und wiegt 50 Tonnen. Dabei hängt sie 14 Meter durch, was zu einer Steigung von 24 Prozent an ihren Enden führt. Sie vermittelt Blicke in die Sementina Schlucht und Kribbelgefühle im Bauch.

Tibetische Hängebrücke am Monte Carasso bei Bellinzona © Ticino Tourismus

Tibetische Hängebrücke am Monte Carasso bei Bellinzona © Ticino Tourismus

Die Brücke ist mit der Seilbahn erreichbar, welche von Monte Carasso nach Curzùtt fährt. Curzùtt ist ein antikes und charakteristisches Hügeldorf. Es ist für seine aufwendig restaurierte, historische Baustruktur bekannt. Die alte Siedlung beweist, dass die Menschen früher die höheren Lagen zur Mogadinoebene bevorzugten. Der Ausflug führt weiter zur kleinen romanischen Kirche San Bernardo mit ihren wertvollen Fresken aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Heute wirkt sie einsam, früher war sie fester Bestandteil des Alltagslebens der Siedlung Curzútt.

1. Von Curzùtt (Monte Carasso) Rundwanderung zur Hängebrücke. 2. Wanderung von Monte Carasso Endstation Mornera nach Capanna Albagno, Alpe Arami, Bedretto zurück nach Bellinzona

1. Von Curzùtt (Monte Carasso) Rundwanderung zur Hängebrücke. 2. Wanderung von Monte Carasso Endstation Mornera nach Capanna Albagno, Alpe Arami, Bedretto zurück nach Bellinzona

2 Rundwanderungen vom Monte Carasso aus.

2 Rundwanderungen vom Monte Carasso aus.

Geologie

Auch in Punkto Geologie ist das Bellinzonese eine interessante Sache. Vom Monte Carasso geniesst man einen uneingeschränkten Ausblick auf die Südalpen und auf die Magadino-Ebene, wo man den Verlauf der Insubrischen Linie weiss. Es ist eine scharfe Trennlinie zwischen der schwach metamorphen afrikanischen Kruste der Südalpen und der stark metamorphen europäischen Kruste der Alpen. Diese strukturelle Trennlinie, bzw. tektonische Störzone ist besonders im Tessin “gut sichtbar”, nämlich durch das steile Abfallen der Gesteinsschichten am nördlichen Rand der Magadino-Ebene, während die Gesteinsschichten der Berge im Süden flach einfallen.

Penninische Decken Tessin, Insubrische Linie und Südalpen

Penninische Decken Tessin, Insubrische Linie und Südalpen

Die Rundwanderung am Monte Carasso liegt in den Tessiner Gneisen. Es sind stark metamorphe Gesteinspakete der Penninischen Wurzelzone, d. h. Material des europäischen Kontinentalrandes. Wandert man von Mornera der Endstation der Seilbahn Monte Carasso Richtung Norden kann man bei Alpe Arami im Bedretto Tal Aufschlüsse von Eklogiten und Peridotiten, eingebettet in Gneisschichten, finden.

Granat Eklogit © Public Domain

<Granat Eklogit © Public Domain

Diese Gesteine stellen Hochdruckmetamorphe Ultramafitite aus der Tethys dar. Es sind Zeugen einer sehr komplizierten Entstehungsgeschichte sowohl petrologisch wie tektonisch. Man nimmt für die Entstehung dieser Gesteine Tiefen von mehr als 400 km an.

Eine zweitägige Geologie-Wanderung ist von Bellinzona aus möglich:
→ Mit der Seilbahn Monte Carasso zur Endstation Mornera (1346 m)
→ Wandern zur Capanna Albagno (1867 m) mit Übernachtung. Sehr schöne Aufsicht auch auf die Insubrische Linie!
→ Am nächsten Tag ca. 3 km bis zur Alpe Arami mit den Eklogit-Peridotit-Aufschlüssen. Weiter talwärts nach Bedretto und mit dem Bergtaxi zurück zum Bahnhof Bellinzona.

Viel Vergnügen!

Curzútt und die tibetische Brücke “Carasc”
Ponte tibetano “Carasc”
Ticino Ausflüge

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Jul04

Das Greina Alta Trekking führt von Disentis nach Vals. Man durchquert eine alpine Region mit 3 SAC Hütten, 3 Kulturen und 3 Sprachen und steht im Banne von 3 mächtigen Dreitausendern: Piz Medel, Piz Vial und Piz Terri. Hier ist die Biodiversität besonders reich, die Landschaft besonders still und mystisch und der Widerstand gegen das geplante Wasserkraftwerk mit Stausee in der Greina von 1948/49 und 1985 war besonders erfolgreich. 1996 wude die Greinaebene wegen ihrer aussergewöhnlichen Vielfalt ins Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung aufgenommen, den Schritt zum Adula Nationalpark mit der Greina als Herzstück schaffte sie 2016 allerdings nicht.

Greina von SW © Adrian Michael: CC BY-SA 3.0 →https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2567392

Greina Hochebene © Adrian Michael: CC BY-SA 3.0

Der Greinapass wurde bereits während der Bronzezeit vor rund 4000 Jahren begangen. Für die Römer war er, zusammen mit dem Lukmanierpass, Durchgangs- und Handelsroute und im Mittelalter wurde er als Saumpfad benutzt.

Der Zugang ins Gebiet verspricht Spannung und Abwechslung, sei es durch die von Gletschern geprägten Bergtäler, die Wasserfälle, die farbenfrohe Alpenflora, die hellen und dunklen Gesteine und die versumpften Abschnitte mit mäandrierenden Bächen und der einmaligen Tundralandschaft.

Ebenso eindrücklich ist die Geologie: Hier treffen sich Gesteine des Gotthardmassivs mit Sedimenten des Helvetikums und teils stark metamorphen Tiefseesedimenten aus der Serie der Bündnerschiefer und Flysche. Ins Auge springen die hellen Dolomite und Rauhwacken rund um den Greinapass.

Für Interessierte → Geologische Wanderung in die Greina

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Apr18

In vielen Religionen symbolisiert das Ei neues Leben oder Wiedergeburt. Im alten Ägypten, in Phönizien und in Persien galt das Ei als Ursprung der Welt; alles Leben schlüpfte aus dem mystischen Ei, das vom Himmel fiel. Im alten Rom und in Griechenland wurden während der Frühlingsfeste Eier bemalt oder gefärbt und als Geschenke an Freunde übergeben. Griechische und ägyptische Tempel wurden während der Frühlingsfesttage mit Eiern geschmückt und die Tag- und Nachtgleiche im Frühling markierte den Beginn des neuen Jahres.

Ostereier, © Gytha69 / CC BY 2.0 Lebacher Ei, © LoKiLeCh / CC BY-SA 3.0

v.l.n.r.: Ostereier; “Lebacher Ei”

In der Geologie ist das “Lebacher Ei” weltberühmt geworden. Es sind Geoden aus Toneisen, die bis zu 40 auf 15 cm gross sein können und sich in den Schichtfolgen des Perms finden. Sie enthalten Versteinerungen von Tieren und Pflanzenm, die vor zirka 290 Millionen Jahren am Ende des Erdaltertums in einem grossen Süsswassersee lebten, der auf Grund der einstigen Ausdehnung als Rümmelbach-Humberg-See bezeichnet wird. Der 2010 angelegte Rümmelbach-Humberg Wanderweg geht über eine Strecke von 3,5 Kilometern durch diese Ablagerungen.

Der Ursprung dieser Toneisensteine bildet immer eine organische Substanz wie Kot, Krebse, Fische, Amphibien und Pflanzen oder die Zweige der ersten Koniferen. Diese fielen damals in den weichen Schlamm des Meeresbodens, der mit den Mineralien des durch Regen angespülten Magmas der permischen Vulkane angereichert war und bildeten dort die Toneisensteine. So wuchs z. B. um einen Koprolithen (Kotballen) ein Eisenkern aus Siderit, der zum Rand hin mit Ton ersetzt wurde; daher der Name Toneisenstein.

Die “Lebacher Eier” erfreuen sich unter Paläonthologen und Sammlern grosser Beliebtheit, weil darin häufig Fische, kleine Saurier oder grössere Pflanzenteile konserviert sind.

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Nov01

Die «Chöpfi» ist ein Aufschluss von Sandstein aus der Oberen Süsswassermolasse. Sie besteht aus verschiedenen Ausgangsgesteinen wie Mergel, vereinzelten Nagelfluhbändern und Sandstein. Der Sandstein bei der Chöpfi entstand vor rund 15 Millionen Jahre aus tertiären Ablagerungen. Das Besondere an dieser Stelle sind die auffälligen Sandknauer, die wie Köpfe aus dem Boden herausragen. Bei der Ablagerung wurden die einzelnen Sandkörner mit kalkigem Ton oder mit härterem Kalk verbunden. Im Laufe der Jahrmillione verwitterte der Sandstein; die weicheren Stellen erodierten und wurden ausgeschwemmt, die härteren bildeten die Köpfe, die dem Ort den Namen gaben.

Chöpfi in Winterthur © wintipix.com

Seit Generationen ist die Chöpfi ein beliebtes Ausflugsziel am Stadtrand von Winterthur. Die Chöpfi erreicht man z.B. vom Ausgangspunkt Schützenweiher auf einem gemütlichen 1 1/2 stündigen Spaziergang oder direkter vom Strickhof Wülflingen.

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Okt11

Wo müssen wir den nördlichsten Ausläufer der Alpen suchen? Die rote Zahnradbahn verrät es! Es ist der Luzerner Hausberg, der Pilatus.

Pilatus

Pilatus, © Pilatus-Bahnen

Kein Berg des nördlichen Voralpenbogens steht so markant da wie der Pilatus am Vierwaldstättersee. «Gebrochener Berg» (fractus mons) nannte man früher den Pilatus mit seinen wild zerklüfteten Felswänden. Als Kalkschuppe steht er am geologischen Alpenrand, der sich quer durch den Vierwaldstättersee erstreckt und mit seinen Voralpenseen einige der schönsten Schweizer Landschaften bildet.

Die Gesteine des Pilatus bestehen aus Sedimenten der Kreidezeit und des Paläogens. So wurden die Kalke in einem Meer gebildet, das zwischen dem Aare- und Gotthardmassiv lag. Muscheln, Austern, Ammoniten, Seeigel-Trümmer und Meerschnecken, die man heute versteinert im Fels findet, geben darüber Auskunft, wann, wo und wie die Schichten des Berges entstanden sind.
Die Wölbungen und Mulden der Gesteinsschichten sind Indizien für eine Schiebung, die den einstigen Meeresgrund zu mächtigen Falten auftürmte und die man als Decken bezeichnet.

pilatus_geologie_falten

An der Ostflanke Richtung Luzern zeigt der Pilatus in seinem Profil fünf Falten die alle gegen Norden neigen.

So ist denn die ganze Alpenkette vom Säntis bis zum Thunersee über das Aaremassiv ins Molassemeeer geschoben worden und deckt einen Teil der Schweiz zu. Das Pilatusmassiv gehört mit seinen Ausläufern (Bürgenstock, Rigihochfluhkette) zur helvetischen Randkette und bildet den Stirnbereich der Drusberg-Decke, einer Teildecke des helvetischen Deckensystems.

Wie die Geologie so ist auch die Geschichte spektakulär, wie wir aus einem früheren Blog –  Der weltberühmte Drachenstein von Luzern – wissen. Hier soll im Mittelalter ein heilbringender Drache und etliche Geister gehaust haben. Und im ehemaligen Pilatus-See lungert gar die rastlose Seele des römischen Feldherrn Pontius Pilatus!

Für die Herbstwanderer:
>> Wanderroute auf den Pilatus
>> Gipfeltour Pilatus

 

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Sep27

General Suworow zog im Herbst 1799 mit seiner 20’000 Mann starken Armee durch die Schweizer Alpen um die Franzosen aus dem Land zu vertreiben. Aus Italien kommend überschritt er bei Ponte Tresa die Tessiner Grenze, zog über den Monte Ceneri durch die Leventina, über den Gotthardpass nach Ursern und durch das Reusstal nach Altdorf. Die französische Gegenwehr am Urnersee und im Glarner Unterland zwang Suworow zu Umgehungsmärschen über die Pässe Chinzig Chulm und Pragel und schliesslich zum Rückzug durch das Sernftal und über den Panixer Pass in die Surselva und weiter durch das Rheintal in Richtung Russland. Gnadenlos hetzte er seine zerlumpte Truppe unter den schlechtesten Wetterbedingungen durch wilde Bergtäler, Passlandschaften, Bergseen und Flüsse.

Der Kampf um die Teufelsbruecke, © Wikimedia  Alexander Wassiljewitsch Suworow (1730–1800); Portrait von George Dawe (ca. 1830)

v.l.n.r.: Der Kampf um die Teufelsbrücke; Alexander Wassiljewitsch Suworow (1730–1800), © Wikimedia

Heute lässt sich die Route sehr viel gemächlicher in elf Etappen von Airolo nach Ilanz, gemäss Wettervorhersage für die kommenden Tage unter sonniger Herbstsonne, erwandern.

suworow_route

General Suworows Route im Herbst 1799 durch die Alpen, © swisstopo

Das Glarnerland weist eine Fülle an geologischen – und bergbauhistorischen Sehenswürdigkeiten auf und gehört wie die Regionen Sarganserland und Walensee zum kantonsübergreifenden Geopark Sardona. Spanende Geostätten warten darauf erkundet zu werden.

Die Geologie des Glarnerlandes ist sehr vielfältig. Faltungen und Überschiebungen im Gebiet der gesamten Glarner Alpen setzten vor etwa 30 Millionen Jahren ein. In mehreren Phasen erfolgte die Aufwölbung des Aarmassivs. Seine Hülle aus Sedimentgesteinen wurde in spitze Falten gelegt und teilweise in kleine Decken aufgesplittert. Ein Beispiel dafür sind die Profile der Schiltgruppe.

Schiltgruppe, Oberholzer Profile

1. Schiltgruppe vom Fuss des Rauti bei Mettlen aus2. Nordabhang des Schilt gegen Heubodenalp3. Schiltgruppe vom Sackberg aus4. Alte Bergstürze von Mullern bei Mollis5. Südseite des Schiltgipfels vom Sooler Achseli aus6. Glarner- und Mürtschendecke in  Gipfelregion des Schilt , erstellt von Jakob Oberholzer

Vier Gesteinsgruppen bauen die Glarner Alpen auf. Es sind das kristalline Grundgebirge, die älter als 300 Millionen Jahre und nur im Tödigebiet sichtbar sind, der Verrucano (280-250 Millionen Jahre), die Kalke und Schiefer des Mesozoikums (210-70 Millionen Jahre) und die Gesteine des älteren Tertiärs (60-35 Millionen Jahre), von diesen vor allem der Flysch. Charakteristisch für grosse Teile der Glarner Alpen sind tief eingeschnittene Täler, steile untere Bergflanken und ausgedehnte Hochlagen, mit vielen Gipfeln zwischen 2000 und 2500 m Höhe. Darüber erheben sich die «hochalpinen Voralpen» am Glärnisch.

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Die Lösung

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