Aug14

Was ist, wenn sich über Nacht ein Senkloch bildet, so wie dies z. B. 2010 in Guatemala City der Fall war? Nach dem Tropensturm “Agatha” klaffte ein 18 auf 100 Metern tiefes, kreisrundes Loch im Boden. Das dreistöckige Gebäude verschwand in der Tiefe mit ihm auch 15 Menschen. Wahrlich Stoff wie in einem Horrorfilm aus der Schmiede Hollywoods.

Das wohl spektakulärste Senkloch überhaupt entstand in Guatemala City im Juni 2010. Ein ganzes Haus verschwand in einem 60 Meter tiefen Krater. Zuvor hatte es ein schweres Unwetter gegeben.

Die Definition liest sich harmlos: Eine Erdsenkung ist eine durch Subrosion verursachte Absenkung des Erdbodens über meist natürlich entstandenen Hohlräumen. Und meistens entstehen auch nur kleinere Senklöcher, die zwar Schaden anrichten, aber keine Menschenleben kosten.

In bewohnten Gebieten sind Senklöcher besonders tückisch, da man sie nicht vorhersagen kann. Meist entstehen sie in einem jahrhundertelangen Prozess durch Regen- und Grundwasser, die den Boden durchdringen und lösliches Gestein wie Sandstein, Kalkstein, Salz oder Gips auswaschen und so auf kurz oder lang ein Hohlraum entsteht. Manchmal reichen jedoch auch ungewöhnlich heftige und lang anhaltende Regenfälle, wie das Beispiel von Guatemala City zeigt.

Andere Senklöcher sind gigantisch, liegen jedoch inmitten unbesiedelter Natur. Diese sind teilweise zu gut besuchten Touristenattraktionen geworden, wie beispielsweise die “Schwalbenhöhle” in Mexico.

Senkloch

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