Jan06

Dass heuer ein Schaltjahr ist, merken die am 29. Februar Geborenen am besten – nur  alle vier Jahre können sie nämlich regulär Geburtstag feiern!

Astronomische Uhr am Rathaus in Heilbronn © Creative Commons

Astronomische Uhr am Rathaus in Heilbronn © Creative Commons

Die ältesten heute noch bekannten Kalender stammen aus den frühen Hochkulturen Ägyptens und Mesopotamiens. Es waren zwei verschiedene Kalendertypen, der Mondkalender und der astronomische Kalender. Von den Babyloniern wurde der siebentägige Wochen­zyklus entwickelt, der heute fast weltweit den Ablauf unseres Alltags regelt. In anderen Kalendern gab es Zyklen zwischen fünf und zehn Tagen.

Die Anpassung von Wochen und Monatsfolgen an die feste Grösse des astronomischen Jahres war eine Herausforderung. Kalendersysteme werden entweder auf Beobachtungen von astronomischen Ereignissen wie Sonnenstand, Mondphasen, Aufgang oder Stand bestimmter Sterne abgestützt oder nach bestimmten Algorithmen berechnet. So beruht der weltweit meistgebrauchte Solarkalender, der seit 1582 von Papst Gregor XIII eingeführte gregorianische Kalender mit seinen festgelegten Jahres- und Monatslängen und seinem Schaltjahr­-Algorithmus auf Berechnung.

Jahresthemen zu ernennen wird immer beliebter!

2016 wurde von den Vereinten Nationen zum Internationalen Jahr der Hülsenfrüchte und zum Internationalen Jahr der Kamele (vierbeinige) ernannt.

Wasserspitzmaus © CreativeNature, Shutterstock

Wasserspitzmaus © CreativeNature, Shutterstock

Auf Landesebene geht es weiter. In der Schweiz gibt es den Fisch des Jahres, das Tier des Jahres und den Vogel des Jahres. Für 2016 sind es der Buntspecht, die Wasserspitzmaus und die Äsche.

Es gibt auch die Wissenschaft des Jahres, heuer soll das Internationale Jahr der Geographie sein.

Der Koch des Jahres (ein Geheimtipp für die Gourmets unter Euch) und Meldungen wie der “Wissenschafts-Blog des Jahres 2015 ist gewählt“, sind die Lieblinge der Medien. Die Liste kann beliebig erweitert werden.

Über Sinn oder Unsinn von Jahresthemen lässt sich streiten. In der Geologie hat man sich noch keine Gedanken gemacht ein “Jahr des Granits” oder ein “Jahr der Alpenbildung” auszurufen. Eine Ausnahme macht da die Paläontologie mit der Ernennung eines 150 Millionen Jahre alten Knochenfisches zum Fossil des Jahres.

Bei Erdwissen wird die Auswahl der Themen weiterhin spontan erfolgen, geleitet vom Wunsch, den Blick auf die geologische Welt / Umwelt zu schärfen. Anregungen, Kommentare und Fragen sind stets willkommen.

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