Jun02

Diese Frage stellt sich durchaus dem einen oder anderen, wenn er bzw. sie unverhofft einen Edelstein erbt!

Rubinstufe aus Tansania     Rubin geschliffen

Links: Rubinstufe aus Tansania. Rechts: geschliffener Rubin, Quelle: Internet

Diese und andere Fragen um Echtheit und Behandlungszustand von Edelsteinen und Perlen beantwortet das Schweizerische Gemmologische Institut (SSEF) in Basel. Gegründet wurde das Institut 1976 während des Diamanten-Booms der siebziger Jahren. Dazumal stieg die Nachfrage nach Kontrollstellen auch in der Schweiz. Heute gehört es zu den fünf führenden Prüfinstituten der Welt.

Seit die gezielte Behandlung und Manipulation von qualitativ mittlerer Ware – etwa durch Erhitzen, Bestrahlen oder Imprägnieren – immer häufiger wird, wächst auch das Bedürfnis nach wissenschaftlicher Vergewisserung. Die Resultate der hoch präzisen gemmologischen Untersuchungen werden in Form von Expertisen und Zertifikaten an Edelsteinhändler, Juweliere, Auktionshäuser und an Private weitergegeben.

Kuriose Fälle werden am SSEF auch behandelt, wie aus der hauseigenen Zeitung hervorgeht. Das merkwürdigste Material, welches zur Prüfung je eingereicht wurde, war eine rund 8 cm grosse Kugel, die gemäss Auskunft des Kunden nachts leuchten sollte. Zu der bräunlich-gelben Calcitkugel lag ein Zertifikat eines chinesischen Labors vor, das sie als «luminescent emerald- green to yellow calcite fluorite pearl» beschrieb. Der Wert wurde vom selben chinesischen Labor auf eindrückliche 30 Millionen Dollar geschätzt. Eine leuchtende Eigenschaft hat das SSEF aber nicht feststellen können und auch nach langer Suche in der einschlägigen Literatur keinen Hinweis auf die Existenz eines leuchtenden Gesteins gefunden.

Wahrscheinlich war das einfach ein chinesischer Geistesblitz! laughing-smiley

Für den Fall -> Schweizerisches Gemmologisches Institut

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Die Lösung

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