Apr28

Im Jahr 1875 entdeckte der Bergbauer Alois Ulrich bei Stalden in Muotathal den Eingang zu einer Höhle, deren Ende er damals trotz ausgedehnter Exkursionen mit Seil, Pickel, Leiter und einer einfachen Handlaterne nicht bestimmen konnte. Dies ist der Anfang der bewegten Entdeckungs- und Erschliessungsgeschichte des Höllochs, das heute mit 200 Kilometern bekannter Länge als die achtgrösste Karsthöhle der Welt gilt.

charetalp    Hölloch, Muotathal

Links: Karstlandschaft Charetalp; Rechts: Hölloch, Bild: NLZ/Philipp Schmidli

Das Muotatal gehört geologisch zu den nördlichen Kalkalpen, den Helvetischen Decken. Entstanden sind sie in einem Schelfmeer während der Jurazeit. Diese Kalkgesteine unterscheiden sich bezüglich Härte und Löslichkeit stark von anderen Kalkgesteinen. So erklären sich die, durch Verwitterung entstandenen, unterschiedlichen Landschaftsformen. Seit gut einer Million Jahren sucht sich das Wasser nämlich seinen Weg durch das Kalkgestein und hat dabei ein labyrinthisches Höhlensystem geschaffen. Die Vielfalt der Formen ist einmalig: Riesige Hallen wechseln mit engsten Schluffen, tobende Wasserfälle folgen auf Seen von teilweise beträchtlichem Ausmass, Tropfsteinformationen in allen Farben setzen Akzente in den fast endlosen Höhlengängen. Das gigantische Ausmass wird in einer 3D-Animation erlebbar.

Hölloch   Das Hölloch im Muotathal bietet viel Abenteuer!

Interessante Links:
Erlebniswelt
Höhlenexpeditionen
Hölloch Live – SRF Sendung

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