Aug12

Blick auf die Stadt Zürich vom Grossmünsterturm. Der grüne Flecken zwischen den Häusern ist der Lindenhof - ein Moränenrest aus der letzten Eiszeit.Vor lauter Hochhäusern und Kranen fallen sie kaum mehr auf in der Stadt Zürich – die zahlreichen Moränenhügel; die stillen Zeugen längst vergangener Zeiten, wesentlich kälterer Zeiten. Die Gletscher der letzten Eiszeiten gruben sich ihren Weg durch die Molasseablagerungen im Alpenvorland. Entlang der Molassehügel lagerten sich Moränenwälle ab. Die meisten Relikte finden wir wir von der letzten Eiszeit, die vor etwa 15’000 Jahren zu Ende ging; der Gletscherrückzug in Zürich begann vor rund 18000 Jahren. Rechts der Limmat gehören Bereiche des mittleren Niederdorfs bis auf die Hohe Promenade zur Seitenmoräne. Linksseitig ist der jüngste Gletscherstand durch den Endmoränenrest am Lindenhof markiert, verläuft über die „Katz“ bis zum Freudenberg, wobei der einstige St. Annahügel Anfangs des 20ten Jahrhunderts durch den Menschen abgetragen worden war. Der Kirchhügel in der Enge ist wiederum ein Rest Seitenmoräne.

Modell von Zürich zur Eiszeit. Vor rund 18000 Jahren lag das Gletscherende im Raume der heutigen Stadt Zürich. Modell an der ETH Zürich in focusTerra.Ältere Gletscherstände früherer Eiszeiten sind durch Moränen am Hönggerberg oder in Ringlikon, nördlich des Üetlibergs, angezeigt.

Moränen bestehen meist aus Gesteinsmaterial sehr unterschiedlicher Beschaffenheit und Grösse. Feiner Sand und Ton enthält grössere Steine und Blöcke, welche weder sortiert noch geschichtet sind.

Die nächste Eiszeit kommt bestimmt – Ja? Wann? Nein? Warum?

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