Mai06


Die grösseren Erzvorkommen der Schweiz wurden die meisten schon von den Römern abgebaut, das gilt auch für das Eisenerz am Gonzen bei Sargans. Vermutlich wurde hier sogar schon in der Eisenzeit Erz gewonnen.

Unterwegs im Schaubergwerk Gonzen. Foto: www.bergwerk-gonzen.chBis zum Mittelalter wurde oberirdisch im Tagbau abgebaut, danach in Stollen. Der Abbau wurde 1966 aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt. Bis dahin wurden insgesamt 2,7 Millionen Tonnen Erz abgebaut; der grösste Teil davon, nämlich 2,55 Millionen Tonnen, in der letzten Abbauperiode von 1921 bis 1966. Weitere 2,3 Millionen Tonnen Erzreserven gelten als sicher und 2 Millionen Tonnen als wahrscheinlich.

Das Erzvorkommen besteht aus drei Flözen, wobei das Hauptflöz eine Mächtigkeit von 2 m aufweist auf einer Ausdehnung von 3000 x 300 m. Der Eisengehalt mit 52-54 Prozent ist relativ hoch.

Entstanden sein dürfte das Erz untermeerisch. Am Meeresboden strömten vulkanische, metallhaltige Dämpfe aus, wobei sich die Metalle mit dem Kalkschlamm ablagerten und ansammelten. So liegen die Flöze schichtparallel im rund 150 Millionen Jahre alten Malmkalk. Im Verlauf der Alpenfaltung wurden die Kalke und Erzflöze stark verfaltet.

Am Samstag 10. Mai haben Sie die Möglichkeit, das ehemalige Bergwerk zu besichtigen. Weitere Besichtigungstermine finden Sie hier.

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