Apr08

Unterschiedliche Bohrkronen. Zuvorderst ein Kernbohrer mit Steinkern, direkt dahinter ein Meisselbohrer.Ausgestellt im Erdölmuseum in Stavanger (N).Eine Bohrung ist ein winziger Nadelstich in die Erdkruste. Und doch ermöglichen uns Bohrungen wichtige Einblicke ins „Erdinnere“. Je nach Ziel und Zweck werden verschiedene Methoden und Bohrköpfe eingesetzt.

Für übertiefe (tiefer als 5000m) Bohrungen z.B. zur Erdölförderung werden im oberflächennahen Bereich mit Rollenmeisseln besetzte Bohrköpfe mit bis zu 90 cm Durchmesser eingesetzt. Wo das Bohrloch offen bleiben und nach Gesteinsentnahme nicht sofort in sich zusammenstürzen sollte, wird es fortlaufend verrohrt. Dadurch werden die Bohrdurchmesser nach unten immer kleiner.

Grosser Bohrmeissel. Man beachte den Marker als Grössenvergleich.Brauchen Sie ein Loch im Garten für eine Wärmepumpe, können Sie eine kleinere Bohrung abteufen, ebenfalls mit einem Rollenmeissel. Bei Bohrungen mit Rollenmeisseln am Bohrkopf wird das durchbohrte Gestein in Stücken – sogenannten Chips – zu Tage gefördert.

Zu wissenschaftlichen Zwecken werden häufig Kernbohrungen durchgeführt. Hier ist die Bohrkrone ringförmig, damit im Innern des Bohrkopfes ein Steinkern übrig bleibt, der hochgezogen wird. An diesem Bohrkern lässt sich das Gestein genau untersuchen, aber auch Strukturen und Störungen lassen sich erkennen und mittels folgender Bohrlochuntersuchung genau orientieren. Bohrungen helfen zudem, seismische Profile besser interpretieren zu können.

 Zahnarzt oder Wärmepumpe?

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Die Lösung

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