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Burgruine Hohentwiel auf einem Vulkanschlot aus PhonolithBereits zum achten Mal wurde in Deutschland ein Gestein des Jahres auserkoren. Der Phonolith bietet nicht nur etwas fürs Auge sondern auch für die Ohren. Phonolith wird auch als Klingstein bezeichnet, da er beim Anschlagen klingt.

Das vulkanische Gestein ist sehr feinkörnig und besitzt von Auge sichtbare Einsprenglinge aus Alkalifeldspat und Foiden.

Phonolithe gehören zu den Trachyten – mikrokristalline, quarzfreie Vulkanite. Sie entstehen in Gängen, als Quellkuppen oder Dome, aber nicht als grossflächige Lavaflüsse, da phonolithische Lava sich zähflüssig verhält. In Mitteleuropa sind die Vorkommen an Gebiete mit tertiärem Vulkanismus gebunden. Grenznah kann Phonolith am Hohentwiel bei Singen im Hegau besichtigt werden. Dieser Vulkanschlot entstand vor rund 8 Millionen Jahren.

Blick von der Burgruine Hohentwiel auf Singen hinunter.Der helle Klang, der beim Anschlagen dünner Platten entsteht, lädt dazu ein, ein Lithophon mit Phonolith zu bestücken. Ein Lithophon lässt sich mit einem Xylophon vergleichen, nur bestehen die Klangstäbe nicht aus Holz sondern eben aus Stein (griech. lithos). Die weitere Nutzung des Gesteins ist im Wesentlichen auf die Verwendung als Schotter und Splitt beschränkt.

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