Feb04

Curlingsteine aus feinkörnigem Granit, Bild auf KaffeerahmdeckeliWenn ab nächsten Montag in Sochi die Steine übers Eis gleiten, dann sind die Schweizer Teams wieder vorne mit dabei. Die Schweiz gilt als das Land mit den drittmeisten Curlingspielern der Welt und unsere Teams erreichen regelmässig Spitzenplätze an internationalen Wettbewerben.

Die Hauptrolle beim Curling spielen aber die Steine. An den Olympischen Winterspielen in Sochi werden die Wettkampfsteine aus schottischem Granit sein – wie eh gegen 70 % aller Curlingsteine; der Ailsa Craig Granit gilt weltweit als am besten geeignet. Aisla Craig ist eine kleine Insel 16 km vor der schottischen Westküste im Firth of Clyde mit verschiedenen feinkörnigen Granitvarietäten und heute ein Vogelschutzgebiet. Der Aisla Craig Blue Hone Granit ist extrem dicht und gibt ideale Laufflächen für die Curlingsteine. Der Aisla Craig Common Green wird für den Steinkörper benutzt, da er sehr robust ist und die zahlreichen Kollisionen mit anderen Steinen problemlos mitmacht. Die Dichte ist sehr wichtig. Da die Steine die ganze Zeit auf dem kalten Eis stehen, könnte Feuchtigkeit in Risse eindringen und zu Frostsprengung führen, was die Steine unspielbar machen würde.

Für den Steinkörper gibt es eine walisische Alternative. Der Trefor Granit eignet sich ebenfalls für Curlingsteine; bei der Gleitfläche ist der schottische Blue Hone aber ungeschlagen.

Welche Platzierung „erwischen“ unsere Curler wohl an Olympia?

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