Dez17

Steine in einem bestellten Feld - immer wieder neuLegenden über alljährlich nachwachsende Steine auf Feldern und im freien Gelände dürften weltweit an mehreren Orten entstanden sein. Zudem passen Geschichten gerade zur Jahreszeit.

Wie kam es, dass die Bauern im Frühjahr auf ihren Äckern die grossen Steine mühsam zusammen klaubten und ein Jahr später waren die Felder wieder voller Steine? Die Steine mussten hier über den Winter gewachsen sein.

Nun, wirklich neu gewachsen sind die Steine natürlich nicht, sie wurden lediglich an die Oberfläche befördert. Durch Gefrierprozesse im Winter und Bodenbearbeitung gelangen Steine an die Erdoberfläche. Wenn Wasser unter den Steinen gefriert, dehnt es sich aus und schiebt damit die Steine nach oben. Je häufiger der Boden gefriert und wieder auftaut, desto effektiver ist der Prozess. In nördlichen Regionen entstanden dadurch über Jahrhunderte kreisförmige Steinansammlungen. Lange Zeit konnte man sich die fast vollkommenen Kreise nicht erklären. Vielleicht gibt es Sagen, die diese Steinkreise kleinen Trollen zuschreiben, wer weiss, aber mittlerweile hat man herausgefunden, dass die Kreise natürlich entstanden sind.

Die wachsenden Feldsteine wurden entweder während der Eiszeiten als Geschiebe abgelagert oder entstehen laufend neu im Untergrund durch Verwitterung von anstehendem Fels. Es kann einige Jahrzehnte dauern, bis ein Boden „leer“ von Geschiebesteinen ist.

Wo haben Sie schon von wachsenden Steinen gehört?

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