Nov19

Natürliches Felsentor Pont d'Arc am Eingang zur Gorges de l'ArdècheFelsbögen können auch entlang mäandrierender Flüsse entstehen. Wie Brücken durch Erosion in zerklüftetem Gestein entstehen, war letzte Woche hier nachzulesen.

Am Prallhang einer Flussschlaufe arbeitet sich der Fluss stetig ins Gestein vor; hier ist die Erosion am stärksten. Dabei können sich zwei Flussschlaufen stark annähern, sogar so stark, dass sie sich verbinden. Fliesst der Fluss in einer ebenen Landschaft, kommt es beispielsweise bei einer Überschwemmung einfach zum Durchbruch und der Fluss fliesst danach geradeaus weiter. Die bisherige Flussschlaufe wird zu einem Altarm und verlandet möglicherweise mit der Zeit. Fliesst der Fluss aber bereits in einem vertieften Tal, erfolgt der Durchbruch lochartig. Bis es so weit ist, dauert es aber meist zig Hundert bis Tausend Jahre. Das hängt im Wesentlichen von der Fliessgeschwindigkeit des Wassers und der Beschaffenheit des Gesteins ab. Das Loch wird durch die anhaltende Flusserosion grösser und ein Steinbogen entsteht, wo der Fluss neu hindurch fliessen kann. Ein imposantes Felsentor befindet sich mit dem Pont d’Arc am Eingang zur Gorges de l’Ardèche in Südfrankreich.

Steter Tropfen höhlt den Stein – gibt es noch weitere passende Sprichworte?

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