Nov05

Verwitterter Kalksandstein wird zu einem knolligen "Kartoffelstein". Das gezeigte Exemplar ist etwa einen Meter lang.Jetzt wo es wieder früh dunkel wird und draussen kalt ist, wäre ein warmes Kartoffelgericht doch eigentlich ideal. Wussten Sie, dass es einen „Kartoffelstein“ gibt? Nein, in diesem Fall meine ich nicht den Aussichtspunkt nahe Göttingen (D), sondern ein knolliges Sedimentärgeschiebe in Norddeutschland.

Die grauen Kugelsandsteine sind vor 34 bis 24 Millionen Jahren entstanden. Calcit- und dolomithaltige Wässer durchflossen die abgelagerten Sande. Das karbonatische Bindemittel liess unterschiedlich grosse Kugeln im Kalksandstein entstehen. Die Kugeln findet man heute einzeln oder wie beim abgebildeten Exemplar aus dem Garten des Müritzeums in Gruppen verbunden.

Seinen Ursprung hat der Kugelsandstein im Ostseeraum in der Oderbucht und wurde auf dem Eisweg von Gletschern ins Inland transportiert.

Welches Kartoffelgericht mögen Sie am liebsten? Also ich mag die kleinen Marzipankartoffeln ganz gern… ;-)

Verwandte Artikel:

  1. Hühnergötter – eine löchrige Sache
  2. Der Zahn der Zeit nagt auch am Rheinfall
  3. Der Herzschlag der Raver hallt von der Fallätsche wider
  4. Ein Stück Schwarzwald in der Schweiz
  5. Archaeopterix – eine Feder schreibt Geschichte

Einen Kommentar erfassen



Die Lösung

Archiv