Sep03

Schematische Darstellung von Kontinentalplattengrenzen. Am Mittelozeanischen Rücken bewegen sich Platten auseinander und es entsteht neuer Ozeanboden.Am Freitag spielt die Schweizer Fussballnati ein WM-Qualifikationsspiel gegen Island in Bern. Ein Grund, Island auch von der geologischen Seite her zu betrachten. Der Inselstaat im Nordatlantik ist etwa 2,5 mal so gross wie die Schweiz und ist die grösste Vulkaninsel der Erde.

Island liegt auf dem Mittelatlantischen Rücken, der Nahtstelle, wo sich die Nordamerikanische und die Eurasische Kontinentalplatte jährlich rund 2 Zentimeter auseinander bewegen. Die Mittelozeanischen Rücken sind in der Regel von Meer bedeckt und verlaufen wie ihr Name sagt, in mitten der Ozeane. An ihnen driften Kontinentalplatten auseinander und es entsteht laufend neuer Meeresboden; diesen Vorgang nennt man auch „Spreading“. Island ist eine der wenigen Stellen, wo sich der Mittelatlantische Rücken über den Meeresspiegel erhebt und von Südwesten nach Nordosten quer über die Insel verläuft, erkennbar an Grabenbrüchen und Störungen sowie den Vulkanen.

Durch Island verläuft ein ozeanischer Rücken, wo sich die Kontinentalplatten trennen. Im Bild Thingvellir. Foto:www.iceland.deDa die Erdkruste an dieser Stelle nicht besonders dick ist und es im Untergrund schnell ziemlich warm wird, verfügt Island über viel Wärme aus dem Boden. Die Geothermie wird u.a. auch genutzt für die Beheizung von Gewächshäusern und wo Leitungen im Boden verlaufen, gefrieren im Winter die Strassen nicht. Die Nähe des heissen Untergrunds zeigt sich aber auch in Form der vielen Vulkane, die manchmal für die Einwohner lebensbedrohlich werden können und immer wieder auch weltweit für Schlagzeilen sorgen.

Haben Sie auf Island schon mal die Grabenbrüche gesehen – mit einem Bein in Europa mit dem anderen in Nordamerika?

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