Sep24

Blick in die Sonderausstellung "Die Erde im Visier" bei focusTerra an der ETH in Zürich. im Vordergrund ein Modell des Satelliten CHAMP.Für geologische Erkundungsarbeiten ist es heute zum Teil nicht mehr zwingend nötig, in aufwändig geplanten Kampagnen an ein Ende der Welt zu reisen. Aufwändige Planung braucht es zwar heute auch noch, aber die Reise übernehmen Satelliten und den Rest der Arbeit kann man vor dem Computer erledigen.

Aus dem All lassen sich eher kurzfristige Ereignisse überwachen; dazu gehören Vulkanausbrüche, Waldbrände, Ölteppiche und deren Ausbreitung, aber auch ganz langsame Bewegungen wie die Kontinentalverschiebung. Mittels ausgeklügelter Bildanalysen lassen sich sogar Rohstoffvorkommen auffinden und selbst der Ozeanboden bleibt nicht mehr verborgen.

Je nach Aufgabe fliegen Satelliten auf unterschiedlichen Bahnen. Forschungssatelliten fliegen meist relativ tief in 250 bis 2000 km Höhe. Für Wetterbeobachtung und Rundfunk werden geostationäre Satelliten eingesetzt, welche in rund 36000 km Höhe immer über dem selben Punkt über dem Äquator „stehen“. Umweltveränderungen wiederum erkennt man aus aufeinanderfolgenden Bildern, wenn ein Satellit täglich zur selben Ortszeit denselben Ort überfliegt.

Bis 23. Februar 2014 zeigt die Sonderausstellung „Die Erde im Visier“ bei focusTerra an der ETH Zürich solche Satellitenbilder und die zugehörigen Erklärungen. Eine Vortragsreihe ergänzt das Ausstellungsangebot.

Welche Ecke würden Sie sich aussuchen, wenn Sie einmal „von Aussen“ auf die Erde blicken könnten – warum?

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