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Der Baikalsee liegt in einem Grabenbruch und ist deshalb meist von relativ steilen Bergen begrenzt.Der Baikalsee in Südsibirien ist der tiefste, grösste und wohl auch älteste Süsswassersee der Welt. Er verläuft längs einem kontinentalen Grabenbruch und erstreckt sich über rund 650 km Länge, bei einer maximalen Breite von 80 km. Der eigentliche Grabengrund liegt in mehr als 8 km Tiefe und ist von 6,5 km Sedimenten überdeckt. Tiefbohrungen in den Seesedimenten erlauben eine Rekonstruktion der letzten 5 Millionen Jahre in Bezug auf Klima und Umwelt. Der See ist schon 25 Millionen Jahre alt. Am Grabenbruch werden die Eurasische und Amurische Mikroplatte durch die weitere Norddrift der Indischen Platte auseinandergedrückt. Der Graben ist aktiv und öffnet sich 2cm pro Jahr, was sich immer wieder durch Erdbeben bemerkbar macht. Thermalquellen sind zudem ein Hinweis auf heisses Gestein dicht unter der Oberfläche.

"Schamanenfelsen" im BaikalseeDer Baikalsee enthält 20% der flüssigen Süsswasserreserven der Welt. Er wird von über 300 Zuflüssen gespeist, besitzt aber mit der Angara nur einen einzigen Abfluss im Süden. Der See ist äusserst artenreich, wobei 60% endemische Arten sind, d.h. Arten, die es nur im Baikalsee gibt.

Seit 1996 steht der Baikalsee auf der Liste des Unesco Welterbes.

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Anlässlich der für viele bevorstehenden Sommerferien stelle ich in den nächsten Wochen einige bekannte – oder auch weniger bekannte – Reiseziele von ihrer geologischen Seite vor.

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