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Die Torres del Paine - eine markante Berggruppe im gleichnamigen Nationalpark im Süden Chiles (Patagonien)Die Torres del Paine in Patagonien sind geologisch einmalig. Die Torres (Türme) bestehen aus hellen, kristallinen Tiefengesteinen mit einer Haube aus dunklen Sedimenten. Auch Trekking-Freunde finden in diesem Nationalpark im Süden Chiles viele Möglichkeiten. Am Südende der Anden liegen die bis zu 3000 m hohen Torres del Paine über einer Subduktionszone. Hier taucht die Nazca-Platte unter die Südamerikanische Kontinentalplatte.

Bei der Subduktion in der Tiefe frei gesetztes Wasser aus den abtauchenden Meeressedimenten schmilzt überlagerndes Gestein partiell auf. Im Falle der Torres del Paine blieb das Magma während seines Aufstiegs in der Erdkruste stecken und erstarrte. Andernorts entlang der Andenkette bildeten sich zahlreiche Vulkane in denen das Magma in Form von Lava austritt.

Torres del Paine, Chile. Granitintrusion in SchwarzschieferErosion hat die in der Tiefe erstarrten magmatischen Gesteine im Laufe der Jahrmillionen an die Oberfläche gebracht; rundherum noch von Schwarzschiefer-Resten umgeben, ursprünglich ein marines, feinkörniges Sedimentgestein, in welches das Magma intrudierte, d.h. eindrang. Mit genügend Vorstellungskraft lässt sich die dreidimensionale Form erahnen. Die Intrusionsgesteine sind mit 13 Millionen Jahren relativ jung und heben sich farblich sehr gut vom dunklen Umgebungsgestein ab. Wissenschaftler konnten fünf Generationen von Magmen ausmachen, die sich chemisch unterscheiden und die über einen Zeitraum von lediglich 150’000 Jahren eindrangen.

Waren Sie schon mal im Torres del Paine Nationalpark – ich würde diese Berge gerne mal selber sehen…

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2 Kommentare

  1. April 5th, 2013, 15:38
    Vera sagt

    Liebe Redaktion, was auf den Fotos zu sehen ist, sind die CUERNOS del Paine. Die Torres del Paine befinden sich im gleichen Bergmassif, haben aber keine schwarzen Kappen.

  2. April 5th, 2013, 20:33
    drea sagt

    @Vera: ja, das stimmt, vielen Dank für die Richtigstellung. Da war ich ungenau. Ich wusste, dass die Spitzen CUERNOS genannt werden, habe da aber grosszügig drüber hinweg gesehen und mich nicht darum gekümmert, ob es auch noch wirkliche Torres gibt im gleichnamigen Nationalpark.

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