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Rolle mit Lötzinn für die Verbindung von bspw. elektronischen TeilchenHaben Sie gestern an der Silvesterfeier Zinn gegossen? Ich hoffe, die Zukunft hält für Sie Erfreuliches bereit – Job, Geld, Liebe… Vielleicht haben Sie aber auch noch ältere Lametta an Ihrem Christbaum hängen, die aus Stanniol sind. Stanniol ist nämlich dünn gewalztes Zinn, lateinisch stannum.

Zinn ist ein Element mit sehr tiefem Schmelzpunkt. Das weiche Schwermetall wird in primären Lagerstätten abgebaut oder auch sekundären Seifenlagerstätten, wo sich das stabile Zinnerzmineral Kassiterit angereichert hat. Heute ist China der grösste Zinnproduzent, aber auch –verbraucher. In Europa wird noch in Portugal Zinnerz abgebaut. Im Deutschen Erzgebirge gäbe es zwar ordentliche Vorräte, wegen der geringen Konzentration ist der Abbau aber fragwürdig. Der weltweite Jahresverbrauch liegt bei rund 300000 Tonnen Zinn.

Bekannt ist Zinn schon seit 3500 v. Chr. aufgrund von Bronzefunden aus dem Südkaukasus. Durch die Legierung von Kupfer und Zinn erhielt letzteres grössere Bedeutung.

Selbst heute noch kommt Zinn vielerorts Einsatz. So wird reines Zinnblech für die Herstellung von sichtbaren Orgelpfeifen verwendet und in der Legierung der goldfarbenen Euromünzen ist 1% Zinn erhalten. In Form von Weissblech ist Zinn in jedem Haushalt als Konservendose vertreten. Unter Heimelektronikern bekannt sein dürfte zudem Lötzinn.

Sie fragen sich jetzt vielleicht noch, was Jupiter im Titel verloren und mit dieser Geschichte zu tun hat. Ganz einfach, das Element Zinn wird in der Alchemie Jupiter zugeordnet.

Zinn- (oder Blei-)giessen – was hält das neue Jahr für Sie bereit?

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