Jan29

Gletschertopf im Gletschergarten LuzernWasser hat Kraft. Wasser ist stark. Dies wird bei Gletschermühlen und –töpfen eindrücklich sichtbar. In einer Gletschermühle gelangt Schmelzwasser in Wirbeln von der Oberfläche ins Gletscherinnere. Ein Gletschertopf wiederum entsteht häufig am Auftreffpunkt einer Gletschermühle am Gebirgsuntergrund.

Damit ein Gletschertopf entsteht, braucht es eigentlich nicht mal einen Gletscher. Wasser, das mit hoher Geschwindigkeit und Druck fliesst, vermag bereits einen Topf zu bilden. Ein Gletscher und zusätzlich eine Gletschermühle erhöhen aber unter Umständen den Wasserdruck, was die erosiven Kräfte des Wassers verstärkt.

Gletschertopf im Gletschergarten LuzernFrüher war man der Meinung, dass es für die Entstehung eines Gletschertopfes einen grossen Stein braucht, der sich in einem Wasserwirbel dreht und der somit den Gesteinsgrund langsam aushöhlt. Heute weiss man, dass Wasser allein genügt und kleine Schwemmteilchen wie zusätzliches Schmirgelmaterial wirken. Viele Gletschertöpfe sind während der Eiszeit entstanden. Aber auch heute noch entstehen ständig neue, so zum Beispiel oberhalb Trin oder im Val Poschiavo.

Für Eiszeit-Interessierte lohnt sich ein Besuch in Luzern derzeit doppelt. Einerseits können Sie im Gletschergarten die Gletschertöpfe bewundern und im Verkehrshaus mit dem TimeRide noch bis Anfang März 2013 eine Reise in die Vergangenheit erleben mit einem kurzen Halt in der Eiszeit.

Was könnte man in einem Gletschertopf kochen?

Verwandte Artikel:

  1. St Gallen ist nicht nur OLMA – Blick auf den Säntis
  2. Der Zahn der Zeit nagt auch am Rheinfall
  3. Versteinertes Holz – bunte Zeugen der Vergangenheit
  4. Schweizer Seen in von Gletschern geschaffenen Tälern
  5. Fjorde – lassen Sie sich kein V für ein U vormachen

1 Kommentar

  1. März 6th, 2015, 15:25
    Meier sagt

    Ganz toller Beitrag

Einen Kommentar erfassen



Die Lösung

Archiv