Jan22

Landes- und Wanderkarten aus der Schweiz - weltbekannt für ihre QualitätWer schon einmal im Ausland kartieren musste oder für ein Trekking genaue Karten gesucht hat, kennt das Problem. Wir in der Schweiz sind verwöhnt, was Landeskarten anbelangt. Ihre Genauigkeit und der Detailierungsgrad sind enorm – und weltbekannt. Dieses Jahr feiert die swisstopo (Bundesamt für Landestopografie) ihr 175-jähriges Bestehen.

Karten sind und erzählen Geschichte; was auf einer frühen Karte eine kleine Siedlung war, entwickelt sich zu einem Dorf und weiter zu einer Stadt; Gletscher schrumpfen, Wälder wachsen. Karten ermöglichen einen Überblick und einen Tiefblick – je nach Massstab und Schwerpunkt. Aber die genaue Topografie ist für alle grundlegend, egal, ob Wanderkarte, geologische Karte, Gefahrenkarte, Velokarte etc.

Kartografie war früher ein abenteuerliches Unternehmen, sowohl wenn wir an die grossen Seefahrer und Weltentdecker denken als auch an die Pioniere, welche die schwierig zugänglichen Berge und Täler vermessen haben. Heute gibt es genaue Luftaufnahmen von den entlegendsten Gebieten, die es erlauben, eine detaillierte Karte zu erstellen, die einem Geologen als Arbeitsgrundlage gute Dienste leistet. Wir geben uns auch nicht mehr nur mit 2 Dimensionen zufrieden, sondern wollen virtuell dreidimensional durch die Welt reisen.

Weniger genau sind Schatzkarten – eine weitere, sehr spezielle Kartensorte. Eine Schatzkarte sollte nämlich so genau sein, dass die richtige Person den Schatz findet, dass die falsche Person ihn aber nicht findet. Kartenzeichnen ist also eine Kunst – das dürfte spätestens seit dem Scheitern der Apple-map jedem klar sein.

Welche Beziehung haben Sie zu Landeskarten?

Verwandte Artikel:

  1. Schweizer Seen in von Gletschern geschaffenen Tälern
  2. TdS 2012 – ein Koffer voller Gesteine im Fricktal
  3. Gips – ein verbindendes Mineral

1 Kommentar

  1. Januar 22nd, 2013, 19:43
    Ludwig sagt

    Landeskarten haben mich als Schüler begeistert. Ich hatte unter anderem eine zusammengesetzte offizielle 1:25000er-Karte mit Jahrgang 1933, Höhenlinien im Abstand von 10 Metern. Da habe ich unter anderem Täler mit neuen Passstrassen verbunden (nie mehr als 10% Steigung), andere Täler mit Staumauern versehen: Mein Lieblings-Stausee war etwa 10 km lang, hätte das ganze Nachbardorf unter Wasser gesetzt – und das Pünktchen aufs i – der “Strand” lag unmittelbar vor meinem Elternhaus.

Einen Kommentar erfassen



Die Lösung

Archiv