Okt08

Blick in die Kaolingrube in Hirschau (D). Kaolin ist ein Verwitterungsprodukt von Feldspat und wichtiger Rohstoff in der Keramik- und Papierindustrie.Kaolin ist ein wichtiger Rohstoff für die Porzellanherstellung. Schon im 6. Jahrhundert wurde das weisse Gold in China abgebaut. Vom chinesischen Ort Gaoling (weisser Hügel) stammt der Name für das weisse Mineralgemenge aus Kaolin und Quarzsand. Kaolinit ist ein Tonmineral, das durch chemische Umwandlung aus Feldspat entsteht. Die Verwitterung im sauren Milieu führt auch zur Bleichung der ursprünglich rötlichen Feldspäte.

Die geologischen Voraussetzungen für die hier gezeigten Kaolingruben im bayrischen Hirschau waren vor rund 250 Millionen Jahren (Zeit des Buntsandsteins zu Beginn der Trias-Zeit) gegeben. Die Verwitterungsprodukte der kristallinen Gesteine im Hinterland wurden ins Germanische Der Monte Kaolino besteht vorwiegend aus Quarzsand, der als Abfallprodukt bei der Gewinnung von Kaolin anfällt.Becken getragen. Am Beckenrand lagerten sich feldspatreiche Sandsteine an, während weiter draussen fast nur noch Quarzsand abgelagert wurde. Bei der Gewinnung von Kaolin fällt viel Quarzsand an, der zu grossen Halden aufgeschüttet wird. In Hirschau wurde daraus der Monte Kaolino – ein «riesiger Haufen Sand», der als Freizeitgelände genutzt im Sommer sogar zum Skifahren lädt.

Nach 50 Jahren Untertagebau wurde der Kaolin-Abbau in Hirschau 1883 auf Tagebaubetrieb umgestellt. Neben der Porzellanindustrie nutzt heute vor allem die Papierindustrie das Aluminiumsilikat als Füllstoff bei der Papierherstellung.

Hätten Sie gedacht, dass es zwischen Ihrem Kaffeeservice, Druckerpapier und Skifahren eine so grosse Verbindung gibt?

Verwandte Artikel:

  1. Opalinuston – ein Ammonit als Namensgeber
  2. Leuchtende Herbstfarben: Natürlicher Ocker
  3. Weisser Kalkstein für London
  4. Hist. Bauwerke – der Sandstrand am Berner Münster
  5. Kohle – Bioabfall liefert Energie

Einen Kommentar erfassen



Die Lösung

Archiv