Okt23

Gips in verschiedenen Varietäten; es fehlen zum Beispiel noch die Gipsrose und der Selenit.Am Wochenende beginnt in Sölden die neue Skisaison für die Profis. Hobbysportler dürften nach den vergangenen warmen Herbsttagen noch weniger Lust aufs Skifahren haben. Leider mehr oder weniger mit dem Wintersport verbunden – aber nicht nur – ist das Thema «Gips».

Gips ist ein wasserhaltiges Calciumsulfat mit der Formel CaSO4.2H2O. Das sehr weiche Mineral kann durch Verdampfung von Wasser entstehen und undurchsichtige Schichten bilden – vorausgesetzt die nötigen Elemente sind genügend angereichert im Wasser. Gips kann aber auch klare monokline Kristalle bilden; in Wüsten auf dem Boden oder in Spalten. Gipskristalle können auch verzwillingt sein und dann sogenannte Schwalbenschwanzkristalle bilden. Der Name kommt nicht vom Schmetterling sondern von der Anordnung der Schwanzfedern der Vögel.

Schwalbenschwanzzwillinge - GipskristalleBekanntere Formen von Gips dürften die Gipsrosen (Sandrosen) sein oder auch Alabaster, der unter Künstlern beliebt ist. Selenit ist eine fast durchscheinende Gipsvarietät.

Beim Erhitzen gibt der Gips sein Kristallwasser wieder ab. Wird der «getrocknete» Gips wieder mit Wasser vermischt, bindet dieser ab und wird fest. Dies nutzt man für gebrochene Arme und Beine; dabei wird der Gips zusätzlich mit Stoffbändern fixiert, da er sonst bei einem Schlag sehr schnell zerbrechen würde. Aber nicht nur lebendige Arme und Beine werden bei Bedarf gegipst, auch fossile Knochen werden mit Gips eingepackt für den sicheren Transport ins Labor.

Welche Gips-Varietät ist Ihnen am liebsten? Gipslage, -rose, -kristall, -zwilling, -arm, -bein, etc.

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