Das Schweizerische Landesmuseum hinter dem Hauptbahnhof Zürich ist ein charakteristischer Bau, der aus Schweizer Gesteinen erbaut wurde. Die von Gustav Gull erbaute Museumsanlage am Platzspitz zwischen Sihl und Limmat wurde 1898 eingeweiht. Allerdings dürften für dieses Gebäude die wenigsten Streetparade-Besucher einen Blick übrig haben.
Für die Sockel wurden Gneise aus der Leventina verwendet mit granitischer Zusammensetzung, welche mit durchschnittlich 51% Feldspat, 34% Quarz, 14% Glimmer und 1% Akzessorien angegeben wird. Die Gesteine aus der Penninischen Gneiszone gehören zu den tiefsten Krustengesteinen, die in den Alpen aufgeschlossen sind.
Die Ecken und Kanten bestehen aus rund 150 Millionen Jahre altem Malmkalk von der Lägern.
Für die Fassade wurde Ostschweizer Kalktuff verwendet. Die Kalktuffe aus dem Steinbruch in Libingen (Toggenburg) sind geologisch gesehen noch sehr jung und erst nach der letzten Eiszeit entstanden. Sie sind sehr fest und witterungsbeständig und deshalb als Bausteine sehr beliebt. Wie Kalktuff entsteht, können Sie in einem früheren Artikel vom 3. Mai 2011 nachlesen.
Besuch im Landesmuseum oder an der Streetparade – was spricht Sie mehr an?
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