Jun12

Der weiche Gipsstein lässt sich leicht mit der Messerklinge ritzen. Der Quarz hingegen ritzt die Klinge.Die Härte bezeichnet den Widerstand, den ein Mineral oder Kristall mechanischer Beanspruchung entgegensetzt. Der Mineraloge Friedrich Mohs erstellte 1822 eine relative Skala über 10 Grade und besetzte jeden Grad mit einem häufig vorkommenden Mineral. Jedes Mineral ritzt die Minerale mit geringerem Härtegrad. Der Ritztest sollte auf einer ebenen Kristallfläche durchgeführt werden.

Die folgende Liste gibt das Standardmineral zu jedem Härtegrad

1 Talk            – mit Fingernagel ritzbar

2 Gips           – mit Fingernagel ritzbar

3 Calcit         – mit Münze ritzbar

4 Fluorit       – mit Stahlnagel ritzbar

5 Apatit        – mit Stahlnagel ritzbar

6 Feldspat (Orthoklas)

7 Quarz         – ritzt Glas und Stahl

8 Topas        – ritzt Glas und Stahl

9 Korund      – ritzt Glas und Stahl

10 Diamant  – ritzt Glas und Stahl

Minerale der Härte 1-2 lassen sich mit dem Fingernagel ritzen. Calcit lässt sich mit einer Münze zerkratzen, Fluorit und Apatit mit einem weichen Stahlnagel. Quarz und alle härteren Minerale ihrerseits hinterlassen Kratzspuren auf Glasflächen und Messerklingen. Diamant ist allerdings nicht einfach zehnmal härter als Talk, sondern lediglich härter als alle anderen Minerale.

Die relative Härte kann im Feld zur Bestimmung eines Minerals mithelfen. Aus diesem Grund gehört das Taschenmesser nach wie vor zur Feldausrüstung eines Geo- oder Mineralogen und hat meist zerkratzte Klingen.

 

 

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Die Lösung

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