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Erdölmuseum in Stavanger (Norwegen) Norsk OljemuseumDie Verbindung von Geologie und Architektur kann durch lokale Bausteine erfolgen – man denke an all die Rustici im Tessin, die aus lokalen Gneisen gebaut und gedeckt sind, oder an die alten grossen Kathedralen – für diese hat man die Gesteine auch nicht um die halbe Welt geschifft.

Einen ganz anderen Ansatz haben die Norweger gewählt beim Bau ihres Erdölmuseums in Stavanger, das 1999 eröffnet wurde.

Hier spiegelt nämlich die äussere Form die Landesgeologie. Das Hauptgebäude steht für die massiven Bergmassive, die vor allem im Südosten des Landes vorkommen, dann folgt die offene Küstenlandschaft und letztendlich die Produktionsanlagen auf See. Die Verkleidung des Hauptgebäudes besteht aus norwegischem Gneis aus der Finnmark.

Ich finde die Idee faszinierend, man erkennt dadurch eigentlich schon von aussen, was es ist, bzw. dass es etwas mit Erdöl zu tun haben könnte, da die Aussenbauten tatsächlich an Förderinseln erinnern.

Kennen Sie noch weitere solche Beispiele, wo die äussere Form eines Gebäudes den Inhalt so treffend widergibt?

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2 Kommentare

  1. Mai 30th, 2012, 22:23
    Alois sagt

    Immer inspirierend sind für mich die Erdhäuser. In Dietikon, ganz in der Nähe des Bruno Weber Parks hat es eine ganze Handvoll davon.
    http://www.woohome.com/architecture/earth-houses

  2. Juni 8th, 2012, 21:31
    Peter sagt

    Die Hochhäuser des Telli-Quartiers in Aarau bilden von Osten her betrachtet die dahinter liegende Jurakette ansatzweise nach.

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