Apr17

Tsunamis können nach Erdverschiebungen am Meeresboden entstehen, wenn grosse Wassermassen verdrängt werden.Letzte Woche ereigneten sich am Rande des Indischen Ozeans vor Sumatra erneut heftige Erdbeben mit einer Magnitude über 8 – und viele werden sich an das Beben vom Dezember 2004 erinnert haben, als der nachfolgende Tsunami weite Küstenbereiche überflutete und dabei zahlreiche Menschenleben forderte.

Das Wort «Tsunami» kommt aus dem Japanischen und bedeutet wortgemäss «Hafenwelle». Der Tsunami vom 11. März 2011 (Fukushima) war also nicht die erste grosse Welle, die das Land getroffen hat, sondern solche Wellen sind schon sehr lange bekannt.

Wie aber entsteht nun eigentlich so ein Tsunami – zumal ja nicht jedes Erdbeben unter dem Meer automatisch einen Tsunami auslöst?

Dieses Schild steht in San Francisco an der Pazifikküste und weist den Fluchtweg vom Strand weg im Falle einer Tsunami-WarnungBei Erdbeben können sich Gesteins- oder Plattenteile auf drei verschiedene Grundarten bewegen: aufeinander zu, voneinander weg und aneinander vorbei. Bei einer Kollision stossen zwei Teile aufeinander und eines davon weicht nach oben aus. Geschieht so eine Aufschiebung am Meeresboden, werden durch einen Versatz von 1-2 Meter enorme Wassermassen verdrängt. Auf dem offenen Meer hat dies kaum spürbare Auswirkungen. Die Wellengeschwindigkeit hängt auch von der Meerestiefe ab. Nimmt die Tiefe gegen die Küste hin ab, verkleinert sich auch die Wellengeschwindigkeit und die Wellenhöhe vergrössert sich, bis die Wellen brechen und auf die Küste zustürzen.

Tsunamis gibt es auch in Europa. 1755 wurde Lissabon von einem solchen zerstört und auch im Mittelmeer sind Tsunamis nichts unbekanntes.

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