Nov22

Schokoriegel "Mars"Heute wollen wir mal über den Erdhorizont hinausschauen auf einen unserer Nachbarplaneten, den Mars. Mars ist unser nächster Nachbar, hat Kruste und Kern, und durchlief ähnliche Prozesse wie die Erde. In der Vergangenheit muss es aufgrund grossräumiger Fliessstrukturen auf der Marsoberfläche offensichtlich Wasser gegeben haben. Aufnahmen von der Marsoberfläche lassen zudem auch Spuren von Vulkanismus und Gebirgsbildung erkennen, welche immer noch im Gange sind.

Zwischen dem 25. November und dem 18. Dezember 2011 will die NASA einen neuen Mars-Rover auf die Reise schicken. Das Mars Science Laboratory mit Namen „Curiosity“ soll seine – und unsere – Neugier dann ab August nächsten Jahres stillen. Während eines Marsjahres, das 687 Erdtagen entspricht, soll der fast 3 Meter lange Rover auf einer Strecke von 5 bis 20 Kilometern Boden und Gesteine der Marsoberfläche analysieren. Ziel ist herauszufinden, ob auf unserem rostigen Nachbarplaneten einst mikrobielles Leben herrschte – oder sogar immer noch herrscht, dessen Nachweis dann wohl DIE Sensation wäre.

Gerade weil Mars unserer Erde so ähnlich ist, interessiert er wohl auch als möglicher Erdersatz – wenn es bei uns mal zu eng werden sollte. Ob die Science-Fiction-Vorstellungen je Realität werden, ist schwierig abzuschätzen. Zu lösen wäre auch noch die Energieversorgung auf dem roten Planeten, der seine Farbe von rotem Eisenoxid-Staub erhält. Ich glaube nämlich nicht, dass das mit einem Tank voller Mars-Riegel erledigt wäre :-)

Was glauben Sie, werden die Forscher tatsächlich Mikroben finden?

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2 Kommentare

  1. November 24th, 2011, 12:51
    Traumperlentaucher sagt

    Ich denke, dass Leben ein universelles Prinzip ist und es im Universum davon wimmelt: von Mikroben bis zu intelligenten Wesen, die uns soweit voraus sind, dass wir sie als Götter sehen würden. Das Universum ist so voller Wunder und Überraschungen, dass wir auch das Undenkbare erwarten sollten.
    Will die Menschheit auf lange Sicht überleben, muss sie denn Sprung ins All schaffen. Ob dann der Mars zu einer zweiten Heimat wird, wird sich zeigen. Mit der entsprechenden Technologie lässt sich überall leben: in Weltraumstädten, im Asteroidengürtel oder in der Atmosphäre eines Gasriesen. Ja, vielleicht sogar jenseits des Ereignishorizonts in einem schwarzen Loch.

    Ob wir auf dem Mars Mikroben finden werden? Vielleicht mehr als das. Es könnte sein, dass unsere Ahnen schon mal dort waren ;-)

  2. Dezember 16th, 2011, 17:07
    Malte sagt

    Lehrreicher Post. Bereichernd, wenn man sowas auch mal aus einer anderen Perspektive betrachten kann.

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Die Lösung

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