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Grossmünster in Zürich. Bollinger Sandstein wurde für den Bau verwendet.Das Basler- und Bernermünster haben wir mit «erdwissen» bereits besucht. Heute besuchen wir das Grossmünster in Zürich.

Das Grossmünster besteht aus graugrünem Sandstein aus der Unteren Süsswassermolasse und wurde zwischen 1100 und 1250 erbaut. Die Quarz- und Feldspatkörner sowie die Glimmerplättchen des feinkörnigen Sandsteins aus dem Oligozän (34 – 23 Millionen Jahre) sind durch grobkristallinen Calcit gebunden.

Der sogenannte Bollinger Sandstein wurde – und wird auch heute noch – beispielsweise am Obersee östlich von Rapperswil abgebaut. Sein Vorkommen reicht aber bis nach St. Margrethen im Rheintal und auch zwischen Zuger- und Vierwaldstättersee kommt er vor. Das erklärt auch seine weitreichende Verwendung als Baustein. Aus dem gleichen Gestein sind unter anderem auch die Stiftskirche in St. Gallen oder die Klosterkirche in Einsiedeln gebaut.

Auf dem Zürichsee und dem Rhein konnten die Steinblöcke einfach transportiert werden. Schon die Römer haben die Sandsteine abgebaut; davon zeugt ein römischer Grabstein aus Bollinger Sandstein auf dem Lindenhof.

Verpassen Sie es nicht, bei Ihrem nächsten Besuch des Grossmünsters den Ausblick vom Turm des Zürcher Wahrzeichens zu geniessen. Bei schönem Wetter haben Sie eine tolle Sicht in die Alpen und sonst zumindest auf die Moränenhügel in der Stadt Zürich.

Wann waren Sie das letzte Mal im Zürcher Grossmünster? Wie hat es Ihnen gefallen?

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1 Kommentar

  1. Oktober 9th, 2011, 20:27
    Ludwig sagt

    Vor fast 1000 Jahren solche Mengen von Steinen zu transportieren ist eine erstaunliche Leistung. Schade, dass Steine keine Beine haben und selber an den Bestimmungsort wandern können. Oder haben sie etwa doch welche? http://de.wikipedia.org/wiki/Wandernde_Felsen
    http://www.pbs.org/wnet/nature/deathvalley/rocks.html

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