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Briefmarke aus Polen mit einem gezeichneten Archaeopterix - dem ersten gefiederten UrvogelAlle wollen die Lüfte erobern. Lange vor dem Menschen schafften das die Tiere. Die ersten Flugsaurier kennt man aus Gesteinen der frühen Jura-Zeit. Die anfänglich kleinen Formen entwickelten sich mit der Zeit zu immer grösseren Tieren. Der mit einer Flughaut ausgestattete Pteranodon erreichte in der Oberkreide eine Flügelspannweite von bis zu 10 Meter.

Spannend wurde es im Jahre 1861, als bei Solnhofen in Süddeutschland eine fossile Feder gefunden wurde. Nur wenige Monate später entdeckte man in den feinkörnigen Plattenkalken aus der späteren Jura-Zeit dann ein ganzes Skelett, das quasi von einem Federkranz umgeben war.

Der Archaeopterix ist heute weltbekannt. Der Name bedeutet «uralter Flügel». In Solnhofen wurden noch >> weitere Exemplare des Urvogels gefunden. Abgesehen von der Federn erinnert der Archaeopterix aber immer noch sehr stark an einen Dinosaurier; Zähne, der grosse Schwanz und Vorderbeine mit Krallen fehlen bei höher entwickelten Vögeln. Da ihm andererseits ein Brustbein fehlt, wie man es selbst bei jedem Poulet vorfindet, nimmt man an, dass Archaeopterix lediglich im Gleitflug von Baum zu Baum hüpfte und kein Langstreckenflieger war.

Dinosaurier haben Federn entwickelt, Ikarus hat es ebenfalls mit Federflügeln versucht, dann kamen Ballone, Zeppeline, Flugzeuge, … was ist wohl die nächste «Flugform»?

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3 Kommentare

  1. September 20th, 2011, 12:22
    Mona Lisa sagt

    Und die Vögel sind immernoch ein Vorbild für die Fliegerei.
    http://www.aerokurier.de/de/general-aviation/fluggeraet/schleiereule-als-vorbild-fuer-mikro-flugobjekte.36292.htm
    Ein sehr faszinierendes Thema.

  2. September 26th, 2011, 19:17
    Alois sagt

    Es ist schön, wenn man fliegen kann – möchte ich auch können.
    Aber Achtung, nicht am falschen Ort landen, sonst geht es euch wie den Vögeln/Sauriern, die vor 70 bis 85 Millionen Jahren vor heute dummerweise in einem klebrigen Baumharz hängen geblieben und noch an Ort und Stelle gestorben sind.
    Schön für uns zwar, ihre filigranen Federn können im Bernstein (fossiles Baumharz) noch heute bewundert werden.
    http://www.faz.net/artikel/C30708/bernstein-funde-der-beweis-auch-dinos-trugen-bunte-federn-30691194.html

  3. September 28th, 2011, 12:57
    Silvana sagt

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