Aug23

Ausgangsmaterial für Erdöl sind Millionen von Kleinstlebewesen aus dem MeerJetzt leckt schon wieder eine Ölpipeline – diesmal in der Nordsee vor Schottland; im Gelben Meer vor China treibt ebenfalls ein Ölteppich; im Golf von Mexiko ist die Katastrophe biologisch auch noch nicht ausgestanden… Gelegenheit, den Ölspuren nachzugehen und zu schauen, wie Erdöl denn überhaupt entsteht.

Erdöl ist ein fossiler Rohstoff, der vor vielen Millionen Jahren aus „biologischem Abfall“ entstand; das älteste bekannte Erdöl ist 500 Millionen Jahre alt, während das jüngste gerade mal 4000 Jahre alt ist. Erdöl kann grundsätzlich also auch heute entstehen, nur haben wir davon noch keinen Nutzen.

Faulschlamm wird von Sand und Ton luftdicht zugedeckt1) Vor rund 250 Millionen Jahren in der Jurazeit lebten in den tropischen Meeren grosse Mengen Kleinstlebewesen (Plankton). Nach dem Absterben sanken diese auf den Meeresboden. Wegen Sauerstoffmangel in der Tiefe entstanden Faulschlämme.

2) Sand und Ton lagerten sich darüber ab und deckten den Faulschlamm luftdicht zu.

3) Durch erhöhten Druck und Temperaturen zwischen 65 und 120 Grad Celsius wandelte sich der Faulschlamm in Erdöl und Erdgas um. Diese leichten Stoffe stiegen später in höher gelegene Gesteinschichten auf. Druck und Temperatur lassen aus dem Faulschlamm Erdöl und Erdgas werden

4) Dichte Tonschichten bilden heute Fallen und halten die flüchtigen Rohstoffe zurück.

Schwarzes Gold, Segen oder doch Fluch – wie denken Sie über Erdöl?

 

 

 

Dichte Tonschichten bilden Erdölfallen

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2 Kommentare

  1. August 24th, 2011, 12:49
    Mona Lisa sagt

    Erdöl ist sicher ein Segen. Wir profitieren ja vielseitig davon. Leider hat immer alles Vor- und Nachteile. Besonders wenn der Mensch gierig wird und nicht mehr gross auf die Umwelt achtet, sondern nur noch auf den Profit. Was auch noch dazukommt: «Im Dezember 2009 wurde der Öffentlichkeit bekannt, dass bei der Erdöl- und Erdgasförderung jährlich Millionen Tonnen radioaktiv verseuchter Rückstände anfallen, für dessen Entsorgung größtenteils der Nachweis fehlt. Im Rahmen der Förderung an die Erdoberfläche gepumpte Schlämme und Abwässer enthalten NORM-Stoffe (Naturally occurring radioactive material), u. a. das hochgiftige und extrem langlebige Radium 226 sowie Polonium 210. Die spezifische Aktivität der Abfälle beträgt zwischen 0,1 und 15.000 Becquerel (Bq) pro Gramm.» Was sagt man dazu?

  2. Oktober 30th, 2011, 17:32
    Traumperlentaucher sagt

    Erdöl wäre sicher ein Segen gewesen, wenn wir die Chance nicht vertan hätten, wenn wir diese hochkonzentrierte und leicht zu transportierende Energie als Sprungbrett für unsere Weiterentwicklung genutzt hätten. Doch so wie es aussieht, liegt der Peak Oil kurz vor oder schon hinter uns und unsere Zivilisation, deren Aufstieg wir dem Öl verdanken, ist immer noch auf Öl gebaut. Wird die Menschheit noch rechtzeitig einen anderen Weg finden, als den Marsch zurück ins Tal Olduvai?

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