Aug30

alter Aqui-Brunnen als Kreiselschmuck im Sood in AdliswilAuf der Suche nach einem eigenen Wasser für die Bierbrauerei liess Martin Hürlimann-Schmidheiny anfangs der 1970er Jahre eine Bohrung abteufen. 1973 sprudelte Wasser aus den Schichten der Oberen Meeresmolasse in 300 bis 500 Meter Tiefe auf dem Hürlimann-Areal in der Stadt Zürich. Der Mineralgehalt war zum Bierbrauen allerdings zu hoch, dafür war ein neues Mineralwasser gefunden: AQUI.

Die Schichten der Oberen Meeresmolasse entstanden vor 25 bis 18 Millionen Jahren im Miozän. Ein Graben trennte die jungen Alpen von einer flachen Landmasse weiter im Norden. Im Meer tummelten sich viele Haifische und andere Meerestiere während sich am Boden die lockeren Sedimente ablagerten. Danach zog sich das Meer endgültig aus dem Gebiet der heutigen Schweiz zurück. Es folgte die Obere Süsswassermolasse und danach wurde das Mittelland zur Landmasse, wie wir sie heute kennen. Während der Eiszeit hielt sich auch das Mammut in der Limmatstadt auf, das Wasser im Untergrund liess sich dadurch aber nicht beeindrucken. Geschützt durch hunderte Meter dichten Gesteins ist es auch heute noch mineralreich und rein.

Während 30 Jahren konnte jedermann von diesem Wasser kosten – direkt vom Aqui-Brunnen. Nach dem Verkauf der Brauerei wurde auch der Wasserhahn zugedreht. Heute steht der alte Aqui-Brunnen als Kreiselschmuck im Sood in Adliswil (siehe Foto). Wasser fliesst wieder, aber kein Aqui-Mineralwasser mehr. Das Mineralwasser sprudelt seit 2004 aus einem neuen Brunnen im jungen Stadtteil City-Süd und wird für das neue >> Thermalbad genutzt.

Mineralwasser schmecken unterschiedlich – welches mögen Sie am liebsten?

P.S. Es gibt seit 2009 zwar wieder ein >> aQui, aber das stammt aus Winterthur, nicht aus Zürich.

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5 Kommentare

  1. August 30th, 2011, 08:27
    Mona Lisa sagt

    Hahnenburger natürlich. Das ist schlicht und einfach das Wasser, das aus dem Wasserhahn kommt. Das ist ja bei uns das meist kontrollierte «Nahrungsmittel». Das Wasser unentlich kostbar ist, ist leider den meisten Menschen nicht bewusst. Man sollte viel sparsamer damit umgehen, gewisse Leute behaupten, dass man in Zukunft um Wasser Kriege führen wird. Was passiert, wenn Wasser fehlt, sieht man ja in Afrika.
    Ausserdem sei noch gesagt, dass der Mensch pro 10 kg Körpergewicht, 3 dl Wasser am Tag trinken soll. Muss natürlich nicht unbedingt pures Wasser sein.

  2. September 1st, 2011, 10:36
    drea sagt

    @Mona Lisa. welch grosser Luxus sauberes, trinkbares Leitungswasser ist, merkt man erst, wenn es entweder durch einen Unfall verschmutzt ist oder aber in den Ferien in Ländern, wo zwar Wasser aus der Leitung kommt, dies aber nicht mal zum Zähneputzen zu empfehlen ist.
    Für Mineralwasser ohne Blöterli ist Hahnenburger in unserem Land eine echte Alternative.

  3. September 1st, 2011, 14:23
    Nick Riviera sagt

    Mag Hahnenburger nicht so. San Pellegrino ist meine Wahl – wenn auch sehr teuer.

  4. September 6th, 2011, 20:56
    Ferhat sagt

    Super Artikel.Ich habe einige tolle Gedankenanstoesse bekommen. Warte auf neue Beitraege zum Thema.

  5. Februar 24th, 2013, 21:59
    zeiter sagt

    Körper, Geist und Seele in Einklang bringen, nichts tun und denken, sich nur auf sich selbst zu konzentrieren bzw. sich ohne Höchstleistungen aktiv entspannen, dazu laden die Bäder der Schweiz mit ihrer einzigartigen Landschaft, der heilenden und belebenden energetischen Kräfte des Thermalwassers ein und sind geschaffen für eine aktive Erholung, gleich einem sinnlichen Erlebnis. Auf der Website http://www.swisstherme.ch findet man Informationen über die besten Thermalbäder, Wellness-Hotels mit SPA und Erlebnisbäder der Schweiz.

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