Jan18

Wenn’s kalt wird, ziehen wir uns warm an oder verkriechen uns unter der Decke. Sie fragen sich jetzt vielleicht, was das mit Gesteinsmetamorphose zu tun hat. Aber je mehr wir uns zudecken, desto wärmer wird es – und das summierte Gewicht der Decken nimmt auch zu.

Genauso nehmen auch im Untergrund Druck und Temperatur mit der Tiefe zu. Mit der Zeit und zunehmender Überlagerung verwandeln sich alle Gesteine in der Tiefe in metamorphe Gesteine. Bei der Metamorphose verändert sich das Gefüge – das heisst die Anordnung der Minerale – und unter Umständen auch die Zusammensetzung. Es können neue Minerale entstehen, die als Folge des Drucks in eine bevorzugte Richtung wachsen. So sehen viele >> Gneise „geschichtet“, bzw. gebändert aus. >> Schiefer sind feiner „geschichtet“ und zum Teil leicht in Platten spaltbar. Auch >> Marmor weist teilweise schichtartige Strukturen auf bzw. ein „verschmiertes“ Muster, das wir klassisch als „marmoriert“ bezeichnen.

Wir unterscheiden die Kontakt- und Regionalmetamorphose. Bei der Kontaktmetamorphose wird das Umgebungsgestein durch die Abwärme eines eindringenden Magmakörpers verändert. Die Grösse der Umwandlungszone hängt von der vorhandenen Wärmeenergie ab.

Die Regionalmetamorphose hat, wie ihr Name andeutet, grossräumige, lokale Auswirkungen. Während der Gebirgsbildung gelangen Gesteinspakete durch Versenkung in tiefere Krustenbereiche mit höheren Temperatur- und Druckverhältnissen. So wird beispielsweise aus Kalkstein durch Rekristallisation Marmor.

Sehr selten – aber auch in Zukunft nicht ausgeschlossen – kommt es zur Impaktmetamorphose. Donnert nämlich ein grosser Meteorit auf die Erde, werden die Gesteine im Aufschlagsbereich stark erhitzt und zusammengepresst. Glühende Fetzen Gesteins werden in die Luft geschleudert und erkalten zu glasartigen Steinchen, sogenannten Tektiten.

Mit dieser Folge ist unsere Übersicht über die drei Gesteinstypen abgeschlossen. Nächste Woche folgt wieder was Neues, lassen Sie sich überraschen!

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1 Kommentar

  1. Januar 18th, 2011, 14:29
    Mona Lisa sagt

    Da kommt mir doch spontan der «Weinstein» in den Sinn! Oder bei ganz schön heiss – das Vulkangestein.
    Möchte mich bei «drea» herzlich für die interessanten Beiträge bedanken und bin gespannt (wie eine Feder) was nächste Woche behandelt wird. Mona Lisa lässt grüssen.

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