Nov30

Dalle à ammonites, Frankreich, DigneDie Sonne brennt mit voller Kraft auf die über 1500 Ammoniten, die hier auf 600 Meter über Meer gemeinsam auf einer schiefen Kalkbank ruhen. Der kleine Baum daneben bietet nur wenig Schatten in der Mittagshitze – das war in den letzten Sommerferien in Südfrankreich, an die ich mich gerade in diesen kalten Tagen gerne erinnere.

Vor rund 200 Millionen Jahren, als die Ammoniten durch das Meer schwammen, war es vermutlich auch eher warm.

Aber wieso sind hier so viele Ammoniten auf einem Fleck?

Die toten Tiere dürften über einen Zeitraum von 100’000 Jahren durch bodennahe Meeresströmungen in einer flachen Mulde zusammengeschwemmt worden sein. Die Strömung hat gleichzeitig das Feinmaterial weggetragen, so dass die Schalen in einer letztlich 20 cm mächtigen Schicht konzentriert wurden. Die Ammoniten der Gattung Coroniceras multicostatum lebten im frühen Jura und sind nur 15 bis 20 Millionen Jahre älter als der Leioceras opalinum aus dem >> Opalinuston.

Auf die schiefe Bahn gerieten die Ammoniten am Rande der französischen Alpen erst vor 10 bis 20 Millionen Jahren im Zuge der Kollision von Afrika und Europa.

Ein >> Video auf Youtube bietet weitere Eindrücke.

Besitzen Sie auch einen Ammoniten? Haben Sie den selbst gefunden?

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Die Lösung

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