Nov02

Karst-TunnelVor zweieinhalb Wochen wurde mit dem Hauptdurchschlag am Gotthard-Basistunnel ein neuer Rekord aufgestellt.

Für das Aushöhlen des Gesteins ist nicht immer eine gigantische Maschine mit einem so lieblichen Namen wie Sisi nötig, auch steter Tropfen vermag solche Wunder und Rekorde zu vollbringen. Zahlreiche Höhlen zeugen davon. So ist das Hölloch im Muotathal mit knapp 200 Kilometer erforschter Ganglänge das zweitgrösste Höhlensystem in Europa – und das Ende ist noch nicht in Sicht.

Wasser wirkt aber nicht nur still und heimlich im Untergrund, sondern auch ganz offensichtlich an der Oberfläche. Regenwasser löst Kalk und es entstehen Karst-Strukturen.

CaCO3 + H2O + CO2 -><- Ca(HCO3)2

Calcit + Wasser + Kohlenstoffdioxid -><- Calciumhydrogencarbonat

Auf Kalkbänken bilden sich tiefe Furchen, sogenannte Karrenfelder. Die bis zu metertiefen Schlitze und Löcher werden wieder durch Flora und Fauna in Beschlag genommen. Als Maus könnte man in einer solchen Landschaft auch phantastisch Verstecken spielen, sind doch einige der Furchen mit Durchgängen verbunden.

Nächste Woche begeben wir uns ein paar Meter unter die Oberfläche und schauen, was das Wasser da auszurichten vermag.

Verwandte Artikel:

  1. Ganzjährige Pilzsaison dank Stein-Pilzen
  2. Schneeberg aus Salz am Meeresstrand

Einen Kommentar erfassen



Die Lösung

Archiv