Okt14

Rohstoffabbau unter Tage war und ist noch immer eine risikoreiche Unternehmung. So verfolgte in den vergangenen Monaten die halbe Welt das Schicksal von 33 eingeschlossenen Bergleuten in Chile. 69 Tage mussten die Männer bei diesem unfreiwilligen Langzeitexperiment in einer Tiefe von über 600 Meter auf ihre Rettung warten. Jetzt können sie den 13. und 14. Oktober als neuen Geburtstag feiern, nachdem in einer beispiellosen Aktion alle Eingeschlossenen an die Erdoberfläche zurück gebracht wurden.

Um die Bergleute für ihre Reise nach oben vorzubereiten, liessen sich sechs Retter in der Rettungskapsel in die Mine hinunter fahren. Was muss das für ein Gefühl gewesen sein?

Hätten Sie dazu den Mut gehabt?

Meist liegt die Ursache für Mineneinstürze in mangelnden bzw. fehlenden Sicherheitsvorkehrungen. Die Ausbeutung darf möglichst nichts kosten, da nimmt man es mit der Sicherheit schon mal nicht so genau. Dass es sich bei den Opfern (in Chile gab es in diesem Fall für alle ein Happyend) um Menschen handelt, um Menschen mit einer Familie, interessiert die Minenbesitzer leider meist wenig. Geld regiert auch hier die Welt.

Die Minen in China gelten weltweit als die gefährlichsten. Es gibt aber selbst in dem Land auch Beispiele, wo der Aufenthalt in einer Mine lebensrettend war. Im Sommer 1976 ereignete sich ein schweres Erdbeben, bei dem die Stadt Tangshan komplett zerstört wurde. Mehrere Hunderttausend Menschen starben an der Oberfläche. Die Kumpel in den Kohleminen überlebten das Beben. Weil die Wellenenergie mit der Tiefe abnimmt, haben Erdbeben nur geringe Auswirkungen im Untergrund. Je tiefer unter der Oberfläche, desto geringer die Auswirkung. Minen, Tunnels und sämtliche anderen unterirdischen Bauten sind deshalb durch Erdbeben wenig gefährdet.

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1 Kommentar

  1. Januar 4th, 2017, 19:25
    Bruno Vogler Pfeiffer sagt

    Das unterirdisch in Stollen besser gesichert ist, wenn ein Erdbeben erfolgt, das ist mir neu. Aber nur logisch, wie ich es am Modell der nagra im Grimsellabor schon mehrmals habe verfolgen können. Alle Jahre wieder kehre ich da ein mit meinen Heilsteinschülern, und alles Jahre wieder gibt’s ein grosses AHA. Persönlich selber sich 500 m Tief im Granit aufhalten, das ist sehr speziell und löst körperlich viele “Bobos” aus. Spätestens bei der Besichtigung der Kristallkluft sind alle wieder von dannen.
    Granit lässt sich auch kaum bewegen, durch ein Erdbeben, denke ich, aber MENSCHEN vermag er tief zu Beeinflussen, mit seiner geballten Kraft und radioaktiven Strahlung. Darüber würde ich gerne noch mehr hören. Denn, wenn Herr Sager den Geigerzähler anspringen lässt, dann hüpft dieser recht in die Höhe. Frage: Weshalb wird man davon nicht krank? Wird der Rauchquarz wegen dieser Strahlung dunkel, oder spielen da noch andere Strahlen-Kräfte eine aktive Rolle? Kennt man den Altersunterschied, von Rauchquarz/Morion zum klaren Bergkristall? Freue mich mehr davon zu erfahren.

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Die Lösung

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